Psychische Belastung

Gruppe beim Branstormen; © alotofpeople - Fotolia.com

Grundsätzlich hat Arbeit einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung einer Person. Gut gestaltete Arbeit stabilisiert die psychische und physische Gesundheit. Schlecht gestaltete Arbeit ohne Ausgleichsmöglichkeiten macht die Beschäftigten langfristig seelisch und körperlich krank.

Psychische Belastung sind alle äußeren Einflüsse, die sich auf die menschliche Psyche auswirken (vgl. DIN EN ISO 10075-1: 2008, Anhang). Sie beeinflussen das Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Verhalten einer Person. Anders als im alltäglichen Sprachgebrauch ist der Begriff „Belastung“ wertfrei. Psychische Belastung kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Sie ist von außen beurteilbar.
Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf psychische Belastung. Sie fühlen sich subjektiv unterschiedlich stark beansprucht: Beispielsweise empfinden manche Beschäftigte den Zeitdruck als unangenehm, andere fühlen sich dadurch angespornt. 

Personen, die über eine stabile Gesundheit, gute Bewältigungsstrategien und äußere Unterstützungsmöglichkeiten verfügen, können besser mit psychischer Belastung umgehen als Beschäftigte, denen solche Ressourcen fehlen. Sie erfahren folglich eher Glück, Motivation und Weiterentwicklung bei ihrer Arbeit. 

Fehlbeanspruchung, wie ständige Über- oder Unterforderung, führen zu psychischen und physischen Beeinträchtigungen, wie Schlafprobleme oder Herz-Kreislauf-Beschwerden. Die Beschäftigten verhalten sich eher riskant. Sie verunfallen dadurch häufig bei der Arbeit. Auf der betrieblichen Ebene spiegelt sich die Arbeitsgestaltung beispielsweise in der Gesundheitsquote, der Mitarbeiterfluktuation, der Produktivität und dem Betriebsklima wider.

Die psychischen Belastungsfaktoren bei der Arbeit lassen sich gezielt gestalten. Langfristig sorgen angemessene Belastung am Arbeitsplatz und ausreichende Ressourcen der Beschäftigten für gesunde zufriedene, und leistungsfähige Mitarbeiter/innen. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Faktoren ist damit ein wichtiger Beitrag, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und zu stärken.

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