Jugend will sich-er-leben

Was ist "Jugend will sich-er-leben"?
Für einen sicheren und gesunden Start ins Berufsleben – "Jugend will sich-er-leben" (JWSL) ist ein branchenübergreifendes Präventionsprogramm der gesetzlichen Unfallversicherung für Auszubildende. Denn junge Beschäftigte sind am Arbeitsplatz besonders gefährdet: Erhebungen der DGUV zufolge liegt die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle bei Beschäftigten unter 25 Jahren deutlich über denen der älteren Beschäftigten.
Für Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger bietet JWSL die Gelegenheit, sich zu Beginn ihres Berufslebens mit den Risiken der Arbeitswelt vertraut zu machen. Gleichzeitig werden die Azubis zu sicherheits- und gesundheitsbewusstem Verhalten motiviert.
Ausbilderinnen und Ausbilder sowie berufsbildende Schulen erhalten zu jährlich wechselnden, branchenübergreifenden Schwerpunkten Materialien für den Einsatz im Unterricht und im Betrieb. Es handelt sich um eine sich ergänzende Kombination aus Filmen, Arbeits- und Informationsblättern sowie begleitenden Wettbewerben. Die Medien enthalten konkrete Vorschläge zum Einsatz bei Unterweisungen im Betrieb und im Unterricht und können individuell zur Sensibilisierung der Berufsanfängerinnen und -anfänger genutzt werden.
Gewaltprävention - das JWSL-Thema 2025/2026
Gewalt kann überall vorkommen, in allen Lebensbereichen und Gesellschaftsschichten. Sie macht auch vor dem Berufsleben nicht halt – quer über alle Branchen. Gewalt kann jede und jeden betreffen und geht alle etwas an. Das bedeutet wiederum: Alle können etwas gegen Gewalt tun.
Daher sensibilisiert JWSL im Berufsschuljahr 2025/26 mit einem aktuellen Medienpaket zum Thema "Gewaltprävention in Ausbildung und Beruf". Unter dem Motto "Gewaltfrei? Bin dabei!" setzen die Materialien aus dem JWSL-Medienpaket bei Auszubildenden Anreize zur Sensibilisierung sowie zur individuellen Auseinandersetzung mit dem Thema: Denn wo fängt Gewalt eigentlich an? Welche Ursachen und Auswirkungen kann Gewalt haben? Welche Strategien helfen, Risiken am Arbeitsplatz zu erkennen und Gewalt vorzubeugen? Die Materialien machen aber auch klar: Gewaltprävention sollte in jedem Betrieb verankert sein. Wie genau das aussehen kann, lernen Auszubildende mit JWSL in ihrer Ausbildung.
Das Ziel dabei: Gewalt in ihren verschiedenen Formen – beispielsweise auch als psychische Gewalt – schon für junge Beschäftigte frühzeitig erkennbar machen, (vorbeugende) Schutzmaßnahmen vermitteln und Wege aufzeigen, wie die jungen Leute im Ernstfall handeln können und Hilfe finden.
Unterweisungskonzepte für Ausbilderinnen und Ausbilder
Das JWSL-Medienpaket enthält dazu neben zahlreichen Materialien für berufsbildende Schulen speziell für Sie als betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder:
- ein Unterweisungskonzept mit begleitenden Filmen
- Hintergrundinfos und Beispiele aus Betrieb und Alltag
- Website und Social Media
Ins Handeln kommen: Das Unterweisungskonzept beinhaltet kombinierbare Module, die Ausbildende für die Arbeit mit ihren Azubis einsetzen können. Die Module geben Impulse für Unterweisungen im Betrieb und lassen gleichzeitig Spielraum für die eigene Ausgestaltung. Filme und begleitende Unterlagen ermöglichen es, die Azubis aktiv zu beteiligen. Hier geht es vor allem darum, die Azubis zu sensibilisieren, aufzuklären und Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die JWSL-Medien bieten zahlreiche Ansätze, die einen Transfer in den Arbeitsalltag der Azubis ermöglichen.
Informationen zum neuen JWSL-Thema, Filme und Materialien finden Sie unter www.jwsl.de.