Während eines Arbeitsaufenthalts im Ausland
Während eines Arbeitsaufenthalts im Ausland setzen Unternehmen geeignete Maßnahmen für die Sicherheit, Erreichbarkeit und Unterstützung der Mitarbeitenden um. Hierzu gehören insbesondere klare Kommunikationswege, aktuelle Informationen zur Sicherheitslage sowie definierte Verfahren für Notfälle und sicherheitsrelevante Ereignisse.
Mögliche Maßnahmen:
- Kommunikations- und Meldewege zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen sicherstellen.
- Ansprechpersonen im Unternehmen festlegen.
- Erreichbarkeit während des Einsatzes gewährleisten.
- Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage bereitstellen.
- Lokale Notfallkontakte vorab abspeichern.
- Zugang zu medizinischer Versorgung sowie Unterstützung bei sicherheitsrelevanten Ereignissen im Ausland ermöglichen.
- Reiserouten und Aufenthaltsorte im Voraus risikominimierend planen.
Die BGHM bietet über MD Medicus eine 24/7-Notfallhotline (Notfalltelefon Ausland: +49 6131 802-18008) für Mitgliedsbetriebe und ihre Versicherten.
Verhalten in Notsituationen
Im Ereignisfall sind betriebliche Notfall- und Meldeprozesse anzuwenden sowie erste Sofortmaßnahmen einzuleiten. Die Maßnahmen richten sich nach der jeweiligen Situation sowie den lokalen Gegebenheiten des Gastlandes.
- Im Gefahrenfall hat die eigene Sicherheit höchste Priorität.
- Notruf absetzen.
- Lokale Hinweise und Evakuierungspläne beachten.
- Medizinische Einrichtungen vor Ort sowie Versicherungen oder Assistance-Dienstleister, z. B. MD Medicus für Mitgliedsbetreibe der BGHM, kontaktieren.
- Festgelegte Meldewege zur Information des Unternehmens nutzen (intern oder über externe Dienstleister).
- Deutsche Auslandsvertretung bei Bedarf einbinden.
Besondere Gefährdungslagen
Je nach Einsatzort können erhöhte Sicherheits- und Umweltrisiken auftreten. Diese sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung vor dem Auslandseinsatz zu berücksichtigen. Bei besonderen Gefährdungslagen sind die betrieblichen Notfallprozesse sowie die offiziellen Warn- und Informationssysteme (z. B. Auswärtiges Amt, Katastrophenschutz) zu beachten.
Mögliche Gefahrensituationen:
- Erhöhte Risiken durch Kriminalität, politische Instabilität oder andere sicherheitsrelevante Ereignisse
- Naturkatastrophen und extreme Wettereignisse
- Kurzfristige Veränderungen der Sicherheits- und Gefährdungslage