Nachhaltige Beschaffungsstrategie der BGHM
Durch die Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffungsstrategie möchte die BGHM eine Führungsrolle in Bezug auf soziale Verantwortung und Umweltschutz übernehmen und positive Veränderungen für eine nachhaltigere Zukunft bewirken.
Sowohl die Beschaffung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen als auch die Weiterverwertung von angeschafften Produkten haben zur Folge, dass die BGHM weniger Ressourcen verbraucht und geringere Mengen an Abfall produziert. Beides hat also unmittelbare Auswirkungen auf den Fußabdruck, den die BGHM hinterlässt. Ebenso verhält es sich bei der nachhaltigen Gestaltung der Beschaffungsprozesse innerhalb der BGHM.
Wir ermutigen alle Lieferanten und Dienstleister bei Angeboten an und Ausführung für die BGHM über die von ihnen umgesetzten Nachhaltigkeitskriterien zu informieren. Hierdurch werden wir in die Lage versetzt, festzustellen, wie erfolgreich die Strategie ist und inwieweit wir diese bei der Beschaffung noch stärker in den Blick nehmen müssen.
Nachhaltige Beschaffungsstrategie für Produkte und Waren
Ziel unserer nachhaltigen Beschaffungsstrategie ist es, ökologische, soziale und ökonomische Aspekte gleichermaßen in den Beschaffungsprozess zu integrieren, um langfristig positive Wirkungen für die Umwelt, die Gesellschaft und unsere Organisation zu erzielen. Dabei orientieren wir uns an folgenden Leitprinzipien:
Ökologische Nachhaltigkeit
- Ressourcenschonung: Bevorzugung von Produkten mit hoher Energieeffizienz, langer Lebensdauer und geringem Materialverbrauch.
- Klimaschutz: Reduktion von CO₂-Emissionen durch Wahl lokaler oder regionaler Lieferanten und Berücksichtigung von umweltfreundlichen Transportmethoden.
- Kreislaufwirtschaft: Förderung von Produkten aus recycelten Materialien oder solchen, die nach Ablauf ihrer Lebensdauer recycelbar sind.
Soziale Verantwortung
- Arbeitsbedingungen: Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette, einschließlich der Einhaltung international anerkannter Standards (z. B. ILO-Konventionen).
- Lieferantenbewertung: Zusammenarbeit mit Partnern, die sich zu ethischen Geschäftspraktiken und sozialer Verantwortung verpflichten.
- Gemeinwohlorientierung: Förderung von Produzenten, die soziale Initiativen unterstützen, wie z. B. lokale Gemeinschaftsprojekte oder faire Handelspraktiken.
Ökonomische Nachhaltigkeit
- Lebenszykluskosten: Berücksichtigung der gesamten Lebenszykluskosten anstelle des reinen Anschaffungspreises.
- Innovationsförderung: Investition in nachhaltige Technologien und Produkte, die langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen.
Umsetzung
- Zertifizierungen und Standards: Präferenz für Produkte und Lieferanten mit anerkannten Nachhaltigkeitszertifikaten (z. B. FSC, EU Ecolabel, ISO 14001).
- Transparenz: Aufbau und Pflege einer transparenten Lieferkette, um Herkunft und Produktionsmethoden der beschafften Güter nachvollziehen zu können.
- Mitarbeiterschulung: Sensibilisierung der Beschaffungsverantwortlichen für nachhaltige Kriterien und ihre Umsetzung in der Praxis.
- Kontinuierliche Verbesserung: Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Beschaffungsrichtlinien anhand neuer Entwicklungen und Technologien.
- Im Rahmen des „Maßnahmenprogramms Nachhaltigkeit“ der Bundesregierung berücksichtigt das Kaufhaus des Bundes bei Ausschreibungen die vorgegebenen Anforderungen.
Mit dieser Strategie möchten wir die ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung unserer Organisation konsequent in der Beschaffung berücksichtigen und so unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.
Nachhaltige Beschaffungsstrategie für Dienstleistungen
Unsere Beschaffungsstrategie zielt darauf ab, Dienstleistungen ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig zu beschaffen. Dies umfasst die Förderung umweltfreundlicher Prozesse, die Einhaltung sozialer Standards sowie die Sicherstellung langfristiger Wertschöpfung.
Grundsätze
- Transparenz und Verantwortung: Alle Beschaffungsprozesse werden offen und nachvollziehbar gestaltet. Lieferanten und Dienstleister werden in ihrer Verantwortung für nachhaltiges Handeln eingebunden.
- Lebenszyklusbetrachtung: Die Auswahl von Dienstleistungen erfolgt unter Berücksichtigung ihrer gesamten ökologischen und sozialen Auswirkungen während des Lebenszyklus.
- Partnerschaft und Innovation: Zusammenarbeit mit Anbietern, die innovative und nachhaltige Lösungen fördern, wird bevorzugt.
Strategische Ansätze
- Ökologische Kriterien: Priorisierung von Dienstleistern, die ressourcenschonende Arbeitsweisen anwenden, klimaneutrale Lösungen anbieten oder zertifizierte Umweltstandards einhalten (z. B. ISO 14001).
- Soziale Verantwortung: Auswahl von Anbietern, die faire Arbeitsbedingungen sicherstellen, Diversität fördern und sich an internationalen Standards wie den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte orientieren.
- Regionalität: Bevorzugung regionaler Anbieter, um Transportwege zu minimieren und lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken.
Umsetzung
- Anpassung der Vergabekriterien: Nachhaltigkeitskriterien werden verpflichtender Bestandteil der Ausschreibungen und Angebotsbewertung.
- Bewertung: Einführung von Bewertungssystemen zur kontinuierlichen Überprüfung der Nachhaltigkeitsleistung von Dienstleistern.
- Schulung und Sensibilisierung: Mitarbeitende in der Beschaffung werden regelmäßig zu nachhaltigen Beschaffungspraktiken geschult.
Diese Strategie dient als Leitfaden, um eine ganzheitliche und wirkungsvolle nachhaltige Beschaffung von Dienstleistungen anzustreben.