Arbeitsschutz Kompakt Nr. 152
Treppensteiger

Treppensteiger mit Raupe
© BGHM
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Treppensteiger mit Rädern
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Detail: Abstützung auf der Treppenstufe
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Angetriebene Treppensteiger können beim Transport über Treppen, z. B. bei Installateuren und Installateurinnen, Unfallgefahren durch das Tragen von Hand sowie die körperliche Belastung (z. B. für Rücken und Knie) reduzieren. Unternehmen profitieren z. B. von einer Entlastung der Fachkräfte bei Instandhaltungsaufgaben im Betrieb oder auf der Baustelle, wie bei Heizungsmodernisierungen.
Die Auswahl des richtigen Treppensteigers sowie dessen sichere Anwendung sind wichtig, um Unfälle zu vermeiden.
Organisation im Betrieb
- Treppensteiger eignen sich für unterschiedliche Transportaufgaben. Der Arbeitgeber wählt das System – Raupe oder Räder (vgl. Abbildungen) – entsprechend der Aufgabe: Aktuelle Raupensysteme können schwerere Lasten transportieren und richten den Lastschwerpunkt automatisch aus. Rädersysteme werden dagegen von Hand geführt.
- Das Bewegen von Lasten über eine Treppe ist immer mit Gefahren verbunden. Die TRBS 1116 fordert vom Arbeitgeber eine Qualifizierung der Beschäftigten beim Einsatz von Arbeitsmitteln mit besonderer Gefährdung. -> Der richtige Umgang mit dem Treppensteiger ist zu vermitteln und praktisch zu üben (z. B. anhand der entsprechenden Bedienungsanleitung, zulässigen Lastgewichte und Stufenhöhen sowie ggf. einer Treppenwendelung).
- Die regelmäßige Unterweisung sollte anhand der zur Verfügung gestellten Bedienungsanleitung bzw. Betriebsanweisung erfolgen. Die Beschäftigten sind dokumentiert zu beauftragen.
- Der Arbeitgeber legt Art und Umfang der Prüfung des Treppensteigers entsprechend der Betriebsanleitung fest.
- Bei Leihgeräten ist darauf zu achten, dass bei der Übernahme eine Einweisung in die Gerätebedienung anhand der Bedienungsanleitung erfolgt.
Vor dem Arbeiten:
- Die Beschäftigten wählen entsprechend der Treppe (z. B. Tragfähigkeit, Breite, Stufenhöhe, Radius, Steigung, Beschaffenheit der Stufen) und der Last (Gewicht, Schwerpunkt und Dimensionen) den geeigneten Treppensteiger mit Gurten aus,
- kontrollieren auf offensichtliche Mängel sowie den Ladezustand des Akkus und
- fixieren den Treppensteiger im Fahrzeug zur sicheren Anfahrt zur Baustelle.
Während der Arbeiten:
- Die Beschäftigten sichern die Last auf dem Treppensteiger,
- achten auf einen freien Transportweg sowie den freien Gefahrenbereich unterhalb des Treppensteigers,
- achten auch auf die eigene Tritt- und Standsicherheit,
- verwenden den Treppensteiger bestimmungsgemäß - wie in der Einweisung und Übung gelernt.
Nach dem Arbeiten:
- Treppensteiger sind nach der Arbeit gegen unbefugte Verwendung zu sichern (z. B. Schlüssel abziehen bzw. Akku sichern).
Weitere Informationen:
- TRBS 1116 „Qualifikation, Unterweisung und Beauftragung von Beschäftigten für die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln“ (Link:BAuA)
- TRBS 2111 Teil 1„Mechanische Gefährdungen – Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen beim Verwenden von mobilen Arbeitsmitteln“ (Link: BAuA)
- DGUV Information 208-052 "Personengebundene Tragehilfen und Rückenstützgurte" (Link: DGUV)
- GDA-Beurteilungshilfe Heizungsbau
- Datenbank Gute Fertigungsgestaltung – Praxisbeispiel Lastentransport auf Treppen
- Auswahlhilfe zu Treppensteigern (BG BAU; keine Prämie bei BGHM) (Link: BG Bau)
Stand: 04/2025