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Arbeitsschutz Kompakt Nr. 014

Arbeiten an Eintreibgeräten

Darstellung eines druckluftbetriebenen Eintreibgerätes.
© BGHM

Gefährdungen:

  • Getroffen-Werden von Eintreibgegenständen, Holzsplittern und Magazinierungsrückständen
  • Stürzen, Herunterfallen von den Anstell- oder Bockleitern
  • Gehörschäden
  • Muskel-Skelett-Schädigungen durch mechanische Stöße (Vibrationen)

Vor dem Arbeiten:

Allgemein

  • Gefährdungsbeurteilung durchführen und ermittelte Prüfungen nach Art, Umfang und Fristen einhalten
  • Bedienungsanleitung der Herstellfirma beachten
  • Regelmäßige Unterweisungen anhand der Betriebsanweisung durchführen
  • Beim Kauf neuer Geräte sicherheitstechnische und ergonomische Belange berücksichtigen

Speziell

  • Max. Betriebsdruck nicht überschreiten (auf Gerät vermerkt)
  • Vor dem Anschließen des Gerätes an eine Druckleitung Magazin entleeren
  • Bei druckluftbetriebenen Geräten unbedingt Druckminderer mit Sicherheitsventil verwenden, um Drucküberschreitungen zu verhindern
  • Bei druckluftbetriebenen Geräten Gehörschutz und (je nach Arbeitsbedingungen) auch Schutzbrille tragen
  • Nur die vom Hersteller für das jeweilige Gerät vorgeschriebenen Befestigungsmittel verarbeiten
  • Nur Druckschläuche verwenden, die für den entsprechenden Betriebsdruck zugelassen sind
  • Gasbetriebene Nagelpistolen nicht in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen betreiben

Während der Arbeiten:

  • Auf einwandfreie Beweglichkeit der Freischusssicherung oder des Sicherheitskontaktauslösers achten
  • Stets davon ausgehen, dass das Werkzeug Nägel enthält
  • Gerät niemals auf sich selbst oder andere Beschäftigte richten
  • Die Geräte so halten, dass bei einem eventuellen Rückstoß Kopf oder Körper nicht verletzt werden
  • Störungen und Einstellungen am Gerät nur mit abgekoppelter Druckluftleitung durchführen!

Nach dem Arbeiten:

  • Nagler nie mit gezogenem Auslöser transportieren
  • Vor dem Ablegen Finger vom Auslöser nehmen
  • Gerät so ablegen, dass nicht durch Anstoßen oder Hängenbleiben die Freischusssicherung auslöst
  • Nach beendeter Arbeit Gerät von Druckluftleitung bzw. bei elektrischem Gerät vom Netz, trennen und Magazin entleeren

Eintreibgeräte, die mit dem Auslösesystem „Kontaktauslösung“ oder „Dauerauslösung“ ausgestattet sind, dürfen auf Baustellen mit Arbeitsplatzwechseln über Treppen, Leitern und leiterähnlichen Konstruktionen, insbesondere bei Arbeiten auf Schrägdächern und auf Gerüsten, nicht eingesetzt werden (zugehöriger Warnhinweis siehe Plakette auf Seite 1).

Geräte, die für diese Arbeiten verwendet werden, müssen mit einem speziellen Auslösesystem ausgerüstet sein, wenn sie eine Auslösesicherung benötigen (siehe folgende Tabelle).

Länge der Eintreib-gegenständeAuslösesystemBesondere
Anforderungen
> 130 mmEinzelauslösung mit Sicherungsfolgedie Auslösesicherung muss in jeder Lage des Gerätes zuverlässig in die Ausgangslage zurückkehren
≤ 130 mmEinzelauslösung mit Auslösesicherungdie Auslösesicherung muss in jeder Lage des Gerätes zuverlässig in die Ausgangslage zurückkehren
≤ 100 mm > 65 mmKontaktauslösung≥ 125 % des Gerätegewichtes (ohne Eintreibgegenstände) als Rückstellkraft der Auslösesicherung
≤ 65 mmKontaktauslösung≥ 60 % des Gerätegewichtes (ohne Eintreibgegenstände) als Rückstellkraft der Auslösesicherung
 Dauerauslösung mit Auslösesicherung≥ 60 % des Gerätegewichtes (ohne Eintreibgegenstände) als Rückstellkraft der Auslösesicherung

Sicherungssysteme nach DIN EN 792

 

Einzelauslösung mit Sicherungsfolge
Erster Schuss
a) Auslösesicherung (7) aufsetzen
b) Auslöser drücken
Weitere Schüsse
Immer a)
dann b)
Einzelauslösung mit Auslösesicherung
Erster Schuss
a) Auslösesicherung (7) aufsetzen
b) Auslöser drücken
Weitere Schüsse
Die Auslösesicherung kann betätigt bleiben,
der Auslöser muss immer neu betätigt werden
Kontaktauslösung
Erster Schuss
a) Auslösesicherung (7) aufsetzen
b) Auslöser drücken
Weitere Schüsse
Es braucht nur eine(r) der beiden erneut betätigt
zu werden

 

Weitere Informationen:

Stand: 10/2015