Hubmodul für Montagewagen

Beschreibung, Problem und Lösung
Montagearbeiten (hier Mehrfachverriegelung) erfolgten auf vorbestückten Montagewagen. Die dafür erforderliche Kommissionierung und Bestückung der Materialien erfolgt im Hochregallager. Anschließend werden die Wagen zur Montage bereitgestellt. Die Mitarbeitenden holen sich einen Montagewagen an ihre Station und montieren dort die Mehrfachverriegelung. Eine ergonomische Anpassung der Montagewagen auf die individuelle Arbeitshöhe war nicht möglich (jeder Montagewagen hätte auch mit Hubmodulen ausgerüstet werden können). Die Lösung ist ein an der Montagestation stehendes Hubmodul.
Prozess der Lösungsfindung
Anlass für die Lösung war eine Umgestaltung der Produktion. An einigen Arbeitsstationen wurde die Anforderung einer Höhenverstellung der Montagewagen erkannt.
Betroffene Beschäftigte wurden in die Entwicklung einbezogen.
Die Konstruktion konnte eine Idee aus dem eigenen Produktsortiment (Türschlösser) aufnehmen. Zwei Haken am Hubmodul heben den abgefragt positionierten Montagewagen platzsparend auf einer besonderen Steuerkurve.
Die Instandhaltung realisierte die Konstruktion. Die Konformitätsbewertung wurde mit externer Unterstützung durchgeführt.
Der Prozess wurde durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit begleitet.
Erfolg
Die Belastung von Rücken- und Schultermuskulatur wird durch individuelle Höheneinstellung reduziert.
Ein langsamer Hubvorgang minimiert mögliche Quetsch- oder Scherstellen.
Die Konstruktion wird auf weitere Arbeitsbereiche übertragen
Barrierefreiheit
Mit Einsatz der Arbeitshilfe können auch körperlich leistungsgewandelte Beschäftigte diese Aufgaben wieder bewältigen.
Artikel / Quelle
Sicherheitspreis der BGHM