Arbeitende Flüchtlinge

Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht für alle Beschäftigten

Dürfen wir Flüchtlinge und Asylbewerber beschäftigen? Sind sie dann auch gesetzlich unfallversichert? Fragen dieser Art stellen sich in letzter Zeit vermehrt viele Mitgliedsbetriebe der BGHM. Grundsätzlich gilt: Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht für alle Beschäftigten, somit auch für Asylbewerber oder Personen mit Duldung, die eine Beschäftigung aufnehmen.  

Auch Praktika von Asylbewerbern und Flüchtlingen, die im Besitz einer gültigen Arbeitserlaubnis sind, unterscheiden sich nicht von Praktika anderer Gruppen. Unfallversicherungsschutz besteht immer dann, wenn zwischen dem Unternehmen und dem Praktikanten ein Vertrag geschlossen wird und beim Praktikum eine Eingliederung in den Betrieb mit Arbeitstätigkeit erfolgt ‒ also mehr als eine Hospitation, ein „Zuschauen“. Dabei ist es unerheblich, ob ein Entgelt gezahlt wird.  

Auskünfte zum Versicherungsschutz erteilt die BGHM unter der Rufnummer 0800/99900801.
Bei Fragen für alle aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten, einschließlich der Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit, sind die Ausländerbehörden als Ansprechstellen zuständig. Die Bundesagentur für Arbeit erteilt Auskünfte zu betrieblichen Tätigkeiten und Praktika bei Asylbewerbern und Geduldeten unter der zentralen Rufnummer: 0228/7132000.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Informationen der Bundesagentur für Arbeit zu „Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen“ sowie „Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen. Informationen für Arbeitgeber“. 

Bitte beachten Sie: Mit Blick auf die aktuellen Geschehnisse können einzelne Punkte, insbesondere Regelungen zur Arbeitsaufnahme, vom Gesetzgeber in relativ kurzer Zeit geändert werden. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich bei der zuständigen Bundesagentur für Arbeit.