Presseservice

Wissenswertes für den Ferienjob

Einweisung und PSA gehören immer dazu

Urlaubszeit: Während die einen die schönsten Wochen im Jahr genießen, halten Ferienarbeiter in den Betrieben die Stellung. Dabei ist zu beachten: Eine Aushilfe ist den gleichen Gefahren ausgesetzt wie ihr „regulärer“ Kollege – und muss auch dementsprechend geschützt werden.

Ob Schul- oder Semesterferien - viele Schüler und Studenten nutzen diese Zeit und helfen dabei, personelle Lücken während der Urlaubsphase in den Betrieben zu schließen. Gleichzeitig bessern sie so ihre finanzielle Situation etwas auf. Doch gerade Aushilfen, die neu im Betrieb sind und den Arbeitsalltag noch nicht kennen, müssen vor Arbeitsunfällen und betrieblichen Gesundheitsgefahren geschützt werden. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, gehört eine Einweisung und Unterweisung in die für sie relevanten betrieblichen Abläufe und Tätigkeiten genauso dazu wie die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) - auch wenn die Dauer der Beschäftigung auf wenige Wochen beschränkt ist. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, eine Persönliche Schutzausrüstung auf seine Kosten bereitzustellen. Ist er dazu nicht bereit, muss er die Aushilfen für Arbeiten einteilen, für die keine PSA benötigt wird.

Jugendarbeitsschutzgesetz einhalten

Wer noch keine 18 Jahre alt ist, für den gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz. Dies ist im Hinblick auf die tägliche Arbeitsdauer, Pausenregelungen und die Art der Tätigkeit von Bedeutung. Arbeiten, die mit der körperlichen und seelischen Belastbarkeit von Jugendlichen nicht vereinbar sind, dürfen ihnen nicht übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel das Heben und Tragen schwerer Lasten, Zwangshaltungen, Umgang mit bestimmten Gefahrstoffen (Säuren, Laugen, giftige und sehr giftige Stoffe) sowie das Bedienen von Maschinen wie Pressen, Holzbearbeitungsmaschinen und anderen mit hohem Gefährdungspotenzial. Auch für das Bedienen von Kranen oder Flurförderzeugen dürfen jugendliche Aushilfen nicht eingesetzt werden. Die entsprechenden Unfallverhütungsvorschriften weisen ausdrücklich auf die Altersbeschränkungen hin.

Auch Aushilfen sind gesetzlich unfallversichert

Was den Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung angeht, gilt für Ferienarbeiter das gleiche wie für die Kollegen der Stammbelegschaft: Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zum Unfall bei der Arbeit, so müssen auch die Aushilfen dem Durchgangsarzt vorgestellt werden. Aufgrund seiner besonderen Qualifikation entscheidet er, wer die anschließende Heilbehandlung vornimmt. Ergibt sich eine Arbeitsunfähigkeit von länger als drei Tagen, so ist der Unfall der Berufsgenossenschaft und der staatlichen Arbeitsschutzbehörde zu melden. Die Kosten für die gesamte Heilbehandlung, einschließlich der benötigten Medikamente, trägt die Berufsgenossenschaft. Unter Umständen stehen dem Verletzten auch finanzielle Leistungen zu. Selbstverständlich gilt der Versicherungsschutz auch auf den Wegen zur Arbeit und wieder nach Hause.
Ferienarbeiter müssen der Berufsgenossenschaft nicht extra gemeldet werden. Die Arbeitgeber müssen die Löhne ihrer Aushilfskräfte lediglich im Entgeltnachweis, der einmal im Jahr von der Berufsgenossenschaft angefordert wird, mit angeben.