Presseservice

Arbeitseinsatz im Ausland

Wie bin ich versichert?

Die Koffer sind gepackt, die Flugtickets gedruckt und die Vorfreude auf die Arbeit in der Fremde steigt. Doch was ist eigentlich, wenn mir dabei etwas passiert? Bin ich auch im Ausland durch die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland geschützt?

Da die Firma xxx(hier eigenen Firmennamen einsetzen)xxx den Betrieben des Holz und Metall verarbeitenden Gewerbes zugeordnet wird, ist die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) für uns zuständig.

Mit 4,9 Millionen Versicherten aus über 223.000 Mitgliedsbetrieben ist die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) einer der größten Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie unterstützt mit allen geeigneten Mitteln Unternehmensverantwortliche aus holz- und metallverarbeitenden Betrieben dabei, ihre Belegschaft vor Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren dauerhaft zu schützen. Und wenn doch etwas passiert, ist die BGHM für ihre Versicherten da und sorgt dafür, dass die Verletzten und Erkrankten eine optimale medizinische Behandlung und Rehabilitation erhalten.

Wann sind Beschäftigte geschützt?

Voraussetzungen für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz im Ausland sind insbesondere:

  • das inländische Beschäftigungsverhältnis besteht fort,
  • die Entsendung ist im Voraus zeitlich begrenzt und
  • im Anschluss ist eine Weiterbeschäftigung im inländischen Unternehmen vorgesehen.

Entsendungen über wenige Tage oder Wochen, die regelmäßig als Dienstreisen oder Abordnungen bezeichnet werden, sind unproblematisch der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland zuzuordnen. Darüber hinaus kann die zeitliche Begrenzung durch die Art des Einsatzes oder ein vertraglich festgelegtes Datum bestimmt sein.

Wo sind Beschäftigte geschützt?

Für die Länder der Europäischen Union sowie für die Schweiz, Liechtenstein, Island und Norwegen besteht der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland bei einer Entsendung von bis zu 24 Monaten in den meisten Fällen automatisch fort.

Bei Entsendungen in andere Staaten gibt es sehr unterschiedliche Regelungen. Gerne stehen Ihnen die Fachleute der BGHM unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 9990080-1 beratend zur Seite.

Ausnahmeregelungen

Beschäftigte bei längeren oder unbefristeten Auslandseinsätzen sowie Beschäftigte, die ausschließlich für einen Auslandseinsatz eingestellt werden oder deren Arbeitsverhältnis ruhend gestellt wird, sind nach den erläuterten Kriterien grundsätzlich nicht über die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland abgesichert.

Allerdings kann in vielen Fällen eine gesonderte Auslandsunfallversicherung abgeschlossen werden. Dafür muss der Arbeitgeber direkt mit der BGHM den Versicherungsschutz klären und im Vorfeld eine namentliche Anmeldung vornehmen.

Das Notfalltelefon: 24h erreichbar

Egal, ob Sie regulär oder über die gesonderte Auslandsunfallversicherung geschützt sind, die BGHM ist bei einem Arbeitsunfall vor Ort für Sie da. In Kooperation mit der Firma MD Medicus Assistance Service GmbH steht sie Betroffenen 24 Stunden täglich unter der Telefonnummer +49 6131 802 18008 zur Seite. So kann im Notfall zum Beispiel schnellstmöglich eine Verlegung in ein geeignetes Krankenhaus vor Ort oder ein Rücktransport zur Behandlung im Inland veranlasst werden.

Hinweis: Handliche Karten mit der Notrufnummer können Sie per E-Mail an service@bghm.de bestellen, sodass die Nummer während des Auslandeinsatzes immer griffbereit ist.

Weitere Informationen finden Sie zudem unter Webcode 106 und 120.