Arbeitsschutz: Holzbranche im Fokus

„Präventionstag Holz“ der BGHM am 19. März 2026
Wo hakt es beim Arbeitsschutz in der Tischlerei, der Schreinerei oder dem Sägewerk? Wie kann die Arbeitssicherheit bei Tätigkeiten an Holzbe- und -verarbeitungsmaschinen verbessert werden? Wie kann bei der Fenstermontage oder im Möbelbau Arbeit sicher und gesund gestaltet werden? Beim „Präventionstag Holz“ am 19. März 2026 stehen Betriebe der Holzbearbeitung und -verarbeitung in ganz Deutschland im Fokus und erhalten unter anderem Antworten auf Arbeitsschutz-Fragen.
Am „Präventionstag Holz“ werden die insgesamt rund 350 Aufsichtspersonen (APen) der BGHM ausschließlich Unternehmen der Holzbranche besuchen. Dabei sehen sie sich nicht nur an, dass Maßnahmen zur Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren angemessen umgesetzt sind. Die Hauptaufgabe der APen ist, Arbeitsschutz-Verantwortliche in den Betrieben zu beraten und sie zu unterstützen. Außerdem kennen sie die Präventionsangebote der BGHM und tragen sie in die Betriebe. 2025 ist beispielsweise die Kampagne „Check F!VE – Deine Maschinen-Routine“ gestartet.
„Prävention hat gerade in der Holzbranche enorm viel Potenzial. Schwere Unfälle an Holzbearbeitungsmaschinen können unter anderem verhindert werden, wenn veraltete Schutzsysteme durch moderne Schutzsysteme nach dem Stand der Technik ersetzt und richtig verwendet werden. So spielen verhaltensbedingte Unfallgefährdungen eine große Rolle. Hier ist eine klare Routine in den Arbeitsabläufen gefragt“, sagt Mike Jürgensmeier. Der Fachreferent für Holz, Maschinen und Technologie der BGHM organisiert den ersten „Präventionstag Holz“, an dem auf solche und weitere notwendige Anpassungen in Unternehmen vor Ort aufmerksam gemacht werden soll. Denn: Viele Unfälle in der Branche haben schwere Folgen für die Beschäftigten bis hin zu bleibenden Körperschäden, die mitunter einen Berufswechsel notwendig machen oder zur Verrentung führen. Neben dem Schutz der Beschäftigten ist es daher auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, in Prävention zu investieren.
Betriebsbesuch – was erwartet mich?
„,Die BG kommt, na toll‘ – das geht wohl vielen durch den Kopf, wenn die Aufsichtsperson ohne Voranmeldung vor der Tür steht oder einen Besuch ankündigt“, sagt Roland Trocha. Er leitet bei der BGHM die Hauptabteilung Präventionsbezirke (HPB), der die Aufsichtspersonen zugeordnet sind. Dabei stehen die Aufsichtspersonen den Betrieben auch beratend zur Seite. Sie beseitigen Unklarheiten in Sachen Arbeitsschutz und wissen genau, welche Unterstützung Holzbetriebe etwa in Form von Seminaren, E-Learnings, Videos oder sonstigen Medien bei der BGHM bekommen können. Die Kampagne „Check F!VE – Deine Maschinen-Routine“ beispielsweise präsentiert fünf einfache Arbeitssicherheits-Regeln als Gedankenstütze vor Beginn des Arbeitsgangs. Auch diese Kampagne tragen die Aufsichtspersonen in die Betriebe.
Warum ein Präventionstag eigens für die Holzbetriebe?
In der Tischler-Schreiner-Branche ist die Unfallquote etwa doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Branchen, deren Betriebe bei der BGHM versichert sind. Da viele Unfälle verhindert werden könnten und um an die hohe Priorität von Präventionsmaßnahmen zu erinnern, wurde der „Präventionstag Holz“ ins Leben gerufen. Der Aktionstag am 19. März soll für die besuchten Betriebe eine Bestandsaufnahme sein und wenn notwendig gleichzeitig Anlass, dem Thema Arbeitsschutz wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen; die Präventionsfachleute der BGHM werden die Erkenntnisse aus der gebündelten Betrachtung nutzen, um die relevanten Themen und die Beratung dazu noch genauer auf die Bedürfnisse der Betriebe auszurichten.
Warum der 19. März?
Am 19. März ist Josefstag – der Tag des Schutzpatrons der Schreiner, Zimmerleute und aller Handwerker. Ein guter Anlass für die BGHM, den „Präventionstag Holz“ auszurufen.