Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten im Homeoffice

Online-Handlungshilfe der BGHM unterstützt Betriebe aller Branchen
Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, für alle Arbeitsplätze eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen – auch für Tätigkeiten im Homeoffice. Um Unternehmen dabei zu unterstützen, bietet die BGHM mit der „Handlungshilfe Gefährdungsbeurteilung Homeoffice“ eine kostenfreie Online-Lösung an. Sie erleichtert die Bewertung von Arbeitsbedingungen im häuslichen Umfeld und unterstützt Führungskräfte bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes.
Nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes müssen Arbeitgeber mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz ermitteln, geeignete Schutzmaßnahmen festlegen und deren Umsetzung sicherstellen. Diese Verpflichtung gilt auch für Beschäftigte, die ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten. Da Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen im privaten Umfeld jedoch in der Regel nicht kennen, stellt die Gefährdungsbeurteilung im Homeoffice viele Betriebe vor Herausforderungen.
Die meisten Tätigkeiten im Homeoffice sind Bildschirmtätigkeiten. Zwar gilt die Arbeitsstättenverordnung rechtlich nicht unmittelbar für Arbeitsplätze in den eigenen vier Wänden, da sie sich auf betriebliche Arbeitsstätten bezieht. Ihre Anforderungen an ergonomische Bildschirmarbeitsplätze bieten jedoch eine bewährte Orientierung, um den im Arbeitsschutzgesetz geforderten Stand der Technik auch im Homeoffice zu erreichen. Mit der frei zugänglichen „Handlungshilfe Gefährdungsbeurteilung Homeoffice“ unterstützt die BGHM Unternehmen aller Branchen bei dieser Aufgabe.
Intuitiv und flexibel
Die Handlungshilfe steht als Webanwendung oder als PDF-Download zur Verfügung. Sie besteht aus einem Fragebogen für Beschäftigte sowie einer Bewertungshilfe für Führungskräfte. Mitarbeitende beantworten rund 40 Fragen zu ihrem häuslichen Arbeitsplatz. Ergänzende Erläuterungen und Grafiken helfen dabei, beispielsweise Abstände oder Einstellungen korrekt zu erfassen.
Ein besonderer Vorteil der Handlungshilfe ist, dass unterschiedliche Arbeitszeitmodelle berücksichtigt werden. Die Bewertung kann für drei typische Formen der Homeoffice-Nutzung erfolgen: für Beschäftigte, die täglich bis zu zwei Stunden von zu Hause arbeiten, für hybride Arbeitsmodelle mit zwei Homeoffice-Tagen pro Woche sowie für eine überwiegende oder vollständige Tätigkeit im Homeoffice.
Bequem zur soliden Gefährdungsbeurteilung für Homeoffice-Tätigkeiten
In der Webanwendung können Führungskräfte die Fragebögen unkompliziert an die Beschäftigten versenden, deren Antworten dann automatisch in den Beurteilungsbogen übertragen und anhand eines Bewertungsschemas ausgewertet werden. Die Ergebnisse können nach Bewertungsergebnissen oder Themen gefiltert werden. Die vollständige Gefährdungsbeurteilung kann anschließend als PDF heruntergeladen und dokumentiert werden.
Auch die Erstellung von Vorlagen ist in der Webanwendung möglich. Stellt der Betrieb beispielsweise einheitliche Monitore auch im Homeoffice zur Verfügung, kann eine Vorlage mit der entsprechenden Angabe der Monitorgröße gespeichert und an die Beschäftigten ausgegeben werden. Das Nachmessen entfällt dann für die Beschäftigten. Die Nutzung der Webanwendung ist denkbar einfach: Nach einer kurzen Registrierung und dem Klick auf den Bestätigungslink kann es losgehen.
Mit der Online-Handlungshilfe erhalten Unternehmen eine praxisnahe Unterstützung, um auch im Homeoffice die Anforderungen des Arbeitsschutzes systematisch und effizient umzusetzen.