Arbeitsschutz unter Kontrolle: „Überwachen, dass kein Vorgang im Sand verläuft“

Kay Maschke, Leiter Qualitätssicherung und Fachkraft für Arbeitssicherheit der Oka Büromöbel, nimmt den Fuchs entgegen (Quelle: Oka Büromöbel)
Kay Maschke, Leiter Qualitätssicherung und Fachkraft für Arbeitssicherheit der Oka Büromöbel, nimmt den Fuchs entgegen.

Oka Büromöbel GmbH & Co. KG erhält Sicherheitspreis Schlauen Fuchs der BGHM

„Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ lautet das Motto des Controlling-Systems, mit dem Kay Maschke, Leiter Qualitätssicherung und Fachkraft für Arbeitssicherheit, die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz in den Produktionsstätten der Oka Büromöbel GmbH & Co.KG neu aufgestellt hat. Für diese Innovation verleiht die BGHM dem Unternehmen nun den Sicherheitspreis „Schlauer Fuchs“. Kay Maschke erzählt, wie es dazu kam und wie sich die Abläufe im Unternehmen seither verbessert haben. 

BGHM: Herr Maschke, wie ist die Idee zum Maßnahmen-Controlling entstanden?

Der Ansatz war, ein Werkzeug zu kreieren, in dem sämtliche arbeitsschutz-kritischen Situationen zentral, einheitlich und übersichtlich für alle dokumentiert sind. Dieses Maßnahmen-Controlling ist mit einem internen „Mängelrügen-Versand“ verknüpft, sodass entdeckte Mängel direkt an diejenigen Kollegen kommuniziert werden, die hierfür passgenaue Lösungen entwickeln können. Zukünftig sollen dafür über eine Verknüpfung zu Outlook systemseitige Fristen zur Umsetzung von Gegenmaßnahmen gesetzt werden.

BGHM: Was ändert sich dadurch in Ihrem Unternehmen?

Der große Vorteil des Maßnahmen-Controllings liegt darin, dass sämtliche Ebenen des Arbeitsschutzes fachübergreifend gebündelt sind und die Maßnahmen parallel auf Wirksamkeit überprüft werden können. Über die Verknüpfung zum Rechtskataster können wir zudem kontrollieren, inwieweit aus gesetzlichen Neuerungen Handlungsbedarf entsteht – auch dann wird ein Vorgang im Maßnahmen-Controlling erzeugt und der jeweils verantwortlichen Person zugeordnet. Unterm Strich ermöglicht uns das System zu überwachen, dass kein Vorgang im Sand verläuft.

BGHM: Was ist für die Zukunft geplant?

Wir planen weitere Verknüpfungen innerhalb des Tools, beispielsweise zur Organisation von Schulungen zum Thema Arbeitsschutz. Auch Arbeitsunfälle lassen sich damit strukturierter auswerten und analysieren, sodass wir daraus Schutzmaßnahmen ableiten können. Über ein technisches Objekt-Management soll an regelmäßig anstehende Maschinen-Überprüfungen erinnert werden.