7. Fachtagung „Arbeitsplanung und Prävention“

Junger Mann mit Datenbrille; iStock.com/fotografixx

Austausch zu Sicherheit und Gesundheit in der digitalisierten Arbeitswelt

Wie können psychische und physische Belastungen in der digitalen Arbeitswelt umfassend betrachtet werden? Was können wir aus der Corona-Pandemie für die Digitalisierung der Arbeitswelt lernen? Um diese und weitere Aspekte ging es am 22.04. auf der Fachtagung „Arbeitsplanung und Prävention“. Sie fand in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Situation erstmals online statt. Themenschwerpunkt war die sichere und gesunde Arbeit in der Digitalisierung, die durch die Corona-Pandemie stark vorangetrieben wurde und wird.

Aspekte der Ergonomie mit weiteren Präventionsthemen zu verknüpfen und den teilnehmenden Arbeitsschutz-Akteuren, zum größten Teil Fachkräften für Arbeitssicherheit, Informationen und Tipps für die Arbeitsplanung mit in den Betriebsalltag zu geben – das ist das übergeordnete Ziel der alle zwei Jahre stattfindenden Fachtagung. Konkret ging es dieses Mal zum Beispiel um die ergonomische Gestaltung von Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine und die Einflüsse auf Arbeitsabläufe beim Einsatz von künstlicher Intelligenz oder die Möglichkeiten des Einsatzes virtueller Realität in der Arbeitsplanung. Zudem wurden Anwendungen vorgestellt, die für die Arbeitsplanung und die Prävention im Arbeitsalltag von großem Nutzen sein können. So zum Beispiel der Cobot-Planer, ein Webtool vom Fraunhofer IFF und der BGHM, das Betriebe bei der sicherheitsgerechten Planung von Arbeitsplätzen mit Mensch-Roboter-Kollaboration unterstützt.

Dass wegen der Verlegung ins Digitale circa 200 statt der sonst üblichen rund 100 Personen teilnehmen konnten, sieht Peter Frener, Organisator der Fachtagung und Leiter des Sachgebiets „Fertigungsgestaltung Akustik, Lärm und Vibrationen“ im BGHM-geleiteten Fachbereich Holz und Metall der DGUV, als Vorteil. „So konnten noch mehr Arbeitsschutz-Akteure an den Informationen aus den Vorträgen und den anschließenden kurzen Diskussionsrunden teilhaben“, sagt er. Federführend für die Organisation der Fachtagung sind die BGHM und die DGUV unter Mitwirkung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi), dem Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa), der TBS gGmbH Rheinland-Pfalz (Beratungsstelle für Gewerkschaften in Rheinland-Pfalz), der MTM-ASSOCIATION e.V. (Methodes-Time Measurement) und dem Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e.V. (REFA).