Chancen für Menschen mit Behinderung

Mehrere bunte Würfel mit den Buchstaben INKLUSION; © Birgit Reitz-Hofmann/123RF.com

Projekt von Ford zu Industrie 4.0: BGHM ist Beiratsmitglied

Welche Chancen bietet die Industrie 4.0 für Menschen mit Behinderung? Dieser Frage geht ein Projekt bei den Ford-Werken am Standort Köln nach. Die BGHM bringt ihr Know-how aus den Bereichen Prävention und Rehabilitation sowie ihre Erfahrung zur barrierefreien und behinderungsgerechten Gestaltung von Arbeitsprozessen im interdisziplinär besetzten Projektbeirat ein. 

Ziel des Projekts ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Arbeitsprozesse der Industrie 4.0. Es wird ein neu entwickelter Arbeitsplatz in Betrieb genommen, an dem ein schwerbehinderter Mensch mit einem Roboter zusammenarbeitet – eine sogenannte Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK). 

Im Juni 2020 startete das Projekt, das vom Inklusionsamt des Landschaftsverbands Rheinland gefördert und vom Institut für Getriebetechnik, Maschinendynamik und Robotik der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule Aachen wissenschaftlich begleitet wird. Beim Automobilhersteller Ford betreut das Projekt ein interdisziplinäres Team mit Vertretung des Werkes, des internen Arbeitsschutzes, der schwerbehinderten Menschen und des Disability Managements, zudem gibt es den Projektbeirat. Es hat sich also ein umfassendes Netzwerk gegründet, das mit seiner Arbeit die Chancen für Menschen mit Behinderung in der Industrie 4.0 vorantreiben möchte. Für die BGHM bringt das Projekt neue Erkenntnisse, um die berufliche Teilhabe und Wiedereingliederung ihrer Versicherten nach einem Arbeitsunfall oder bei einer anerkannten Berufskrankheit zu verbessern. Die Erkenntnisse sind auch in der Präventionsarbeit nützlich. 

Der Arbeitsplatz bei Ford soll im Laufe des Jahres in Betrieb genommen werden, weitere Informationen folgen.