Vorbildlicher Einsatz bei der Arbeitssicherheit

(v.l.n.r.) Herr Enkelmann (Gasklar), Peter Herr Jarchow (Geschäftsführer, Gasklar GmbH), Hans-Jürn de Boer (BGHM), Björn Riebe (internen Sicherheitsfachkraft) bei der Urkundenübergabe zum Gütesiegel „Sicher mit System“ der Berufsgenossenschaft Holz und Metall. Bildquelle: Gasklar GmbH

Firma Gasklar aus Wiesmoor erhält Gütesiegel „Sicher mit System“

Rekordverdächtig schnell – so kann das Engagement der Firma Gasklar für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zusammengefasst werden. Die gesamte Belegschaft zog an einem Strang, um in kürzester Zeit ein professionelles Arbeitsschutz-Management-System (AMS) im Betriebsalltag erfolgreich einzuführen. Für diesen umfassenden Einsatz verlieh die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) dem Unternehmen aus Wiesmoor das Gütesiegel „Sicher mit System“. Stellvertretend für den Gesamtbetrieb nahm Geschäftsführer Peter Jarchow zusammen mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit Herrn Björn Riebe und dem Werksmeister Herrn André Enkelmann die Gütesiegelurkunde von BGHM-Aufsichtsperson Hans-Jürn de Boer entgegen.

Ganzheitlich sicher

Seit der Firmengründung vor zwei Jahren legt der Gasanlagenbauer großen Wert auf das Thema Arbeitssicherheit. „Sicheres und gesundes Arbeiten gehörte von Anfang an zu unserer Firmenphilosophie. Mit der Einführung eines professionellen AMS sensibilisieren wir unsere inzwischen mehr als 30 Beschäftigten noch systematischer und kontinuierlicher für die Aspekte der Arbeitssicherheit im betrieblichen Alltag als zuvor“, sagt Geschäftsführer Jarchow. Hans-Jürn de Boer von der BGHM lobt dieses nachhaltige Engagement und betont: „Verbesserungsmöglichkeiten beim Arbeitsschutz werden von der Unternehmensleitung ganzheitlich betrachtet, umgesetzt und die Wirksamkeit der Maßnahmen systematisch überprüft.“ Mehr noch: Das Unternehmen ging sogar noch einen Schritt weiter und erfüllte zugleich auch die Anforderungen der DIN ISO 45001. BGHM-Aufsichtsperson de Boer erklärt: „Diese internationale AMS-Norm legt die Messlatte noch etwas höher. Beispielsweise müssen demnach auch betroffene dritte Parteien, wie Fremdfirmen oder Leiharbeitnehmer, explizit im AMS berücksichtigt und darin aktiv einbezogen sein“, sagt de Boer. Weiterhin fordere die Norm, dass auch künftige betriebliche Entwicklungen oder Erfordernisse mit Auswirkungen auf den betriebseigenen Arbeitsschutz frühzeitig in das Managementsystem einfließen. De Boer erklärt weiter: „Ebenso ist festgelegt, dass arbeitsschutzrelevante Firmenziele oder entsprechende Festlegungen mit den Beschäftigten oder ihren Vertretern zu besprechen und die Ergebnisse daraus umzusetzen sind.“ Im Ergebnis des umfangreichen Engagements des Unternehmens ist nun das gesamte Personal umfassend sensibilisiert und informiert, wenn es um den Arbeitsschutz geht. Nun wird noch häufiger als zuvor bemerkt, wo es beim sicheren und gesunden arbeiten besser laufen könnte. „Diese spürbare Motivation der Beschäftigten sowie eine gute innerbetriebliche Kommunikation über Arbeitsschutzthemen haben zusätzlich dazu beigetragen, dass die Gütesiegelübergabe nach nur drei Monaten stattfinden konnte“, freut sich de Boer. In Durchschnitt benötigen Betriebe dieser Größe rund ein Jahr, bis eine Begutachtung durchgeführt werden kann.

Über das Gütesiegel

Das Gütesiegel „Sicher mit System“ erhalten Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigen für die erfolgreiche Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems. Fachberater der BGHM loten dazu in Zusammenarbeit mit der Leitung des Mitgliedsunternehmens, den jeweiligen Arbeitsschutzbeauftragten und den Beschäftigten Optimierungspotenziale beim Arbeits- und Gesundheitsschutz aus und suchen gemeinsam nach Lösungen, die zur Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Arbeitsschutz führen. Abschließend findet eine Begutachtung statt.