Sicher aufgestellt mit System

Foto (Quelle: BGHM): BGHM-Experte Peter Dürdoth (links) überreicht Geschäftsführer Tobias Schmid (rechts) das BGHM-Gütesiegel.

Unternehmen S.A.B. Süddeutsche Anlagenbau GmbH erhält BGHM-Gütesiegel auf Regionaltagung

München (BGHM). Sicheres und gesundes Arbeiten, motivierte Beschäftigte und mehr Aufträge durch den Nachweis für systematisch und rechtssicher ausgeführten Arbeitsschutz: Wer sicher sein will, alle wesentlichen organisatorischen Pflichten diesbezüglich einzuhalten und dies auch nach außen zeigen möchte, erreicht das mit dem Gütesiegel „Sicher mit System“ der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM). Das kann Tobias Schmid, Geschäftsführer des Unternehmens S.A.B. Süddeutsche Anlagenbau GmbH in Roding, bestätigen. Er hat mit Unterstützung der BGHM ein professionelles Arbeitsschutzmanagement-System im Betrieb eingeführt und dafür eine über drei Jahre gültige Urkunde für das BGHM-Gütesiegel erhalten. Am 13. September 2019 nahm er diese auf der BGHM-Regionaltagung in München, einer Veranstaltung für BGHM-Mitgliedsunternehmen zur Information und zum Erfahrungsaustausch, entgegen. Im Interview berichtet er, wieso er sich für das Gütesiegel-Verfahren entschieden hat, welche Veränderungen dadurch erzielt wurden und wie ihm die Teilnahme an der Regionaltagung im Arbeitsalltag weiterhilft.

Herr Schmid, wie kam es zur Teilnahme am Gütesiegel „Sicher mit System“?

Tobias Schmid: Bei uns im Betrieb spielt die Sicherheit der Beschäftigten eine große Rolle: Wir sind als Lieferant von Gasstationen und Messanlagen in der Energiewirtschaft tätig. Bei der Einführung eines professionellen Arbeitsschutzmanagement-Systems war mir die Nähe zur Praxis besonders wichtig. Deshalb haben wir uns für das BGHM-Gütesiegel entschieden, denn da war von Anfang an der Bezug zum Betriebsalltag da. Es wurde keine stumpfe Theorie vermittelt, die Betreuung durch die BGHM-Experten war wirklich praxisorientiert und hat alle Beschäftigten miteinbezogen – eine super Sache!

Was hat sich durch die Einführung des Gütesiegels geändert?

Wir sind ein mittelständischer Betrieb mit 50 Beschäftigten, da ist eine offene Kommunikation zum Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wichtig. Unsere Beschäftigten sind jetzt noch stärker sensibilisiert für diese Themen, sprechen Dinge an, fühlen sich wahrgenommen und wertgeschätzt. Wir haben auch die Arbeitsabläufe und die Hierarchien verändert und klarer strukturiert. Außerdem ist es für uns natürlich von Vorteil und ein gutes Gefühl, gesetzlich auf der sicheren Seite zu stehen und den Arbeitsschutz gegenüber Kunden nachweisen zu können.

Sie haben auf der BGHM-Regionaltagung die Urkunde zum Gütesiegel entgegengenommen – was nehmen Sie sonst noch von der Veranstaltung mit in Ihren Arbeitsalltag?

Für mich war die Veranstaltung eine tolle Gelegenheit, mich mit anderen Unternehmern auszutauschen, Fragen zu klären und Erfahrungen aus dem Praxisalltag zu besprechen. Themen wie die Gefährdungsbeurteilung zum Beispiel sind ja immer aktuell und Informationen dazu stets hilfreich. Außerdem habe ich vieles über Änderungen im Regelwerk und gesetzliche Vorgaben erfahren und allgemeine Hinweise zu den Unterstützungsangeboten der BGHM und auch zu Seminaren für meine Beschäftigten erhalten - für mich also eine rundum gelungene und hilfreiche Veranstaltung!

 

Hintergrund: BGHM-Regionaltagung
Die Regionaltagungen der BGHM finden sechs Mal jährlich an verschiedenen Orten in Deutschland statt. Sie richten sich insbesondere an Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte und Betriebsräte sowie an Betriebsärztinnen und -ärzte aus Betrieben der Holz- und Metallbranche mit bis zu 100 Beschäftigten. Auf den Veranstaltungen erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über das gesamte Leistungsspektrum der gesetzlichen Unfallversicherung: von der betrieblichen Prävention über die Rehabilitation bis hin zu individuellen Beratungsangeboten.

Gütesiegel „Sicher mit System“
Das Gütesiegel „Sicher mit System“ erhalten Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigen für die erfolgreiche Einführung eines Arbeitsschutzmanagement-Systems. Fachberater der BGHM analysieren dazu gemeinsam mit der Leitung des Mitgliedsunternehmens, den jeweiligen Arbeitsschutzbeauftragten und den Beschäftigten, wie die Organisation des Arbeitsschutzes im Betrieb optimiert und kontinuierlich verbessert werden kann. Abschließend findet eine Begutachtung statt.