Neues Beleuchtungssystem macht Arbeit sicherer und gesünder

Beschäftigte von Stadler Pankow nehmen den Sicherheitspreis von Gerald Rönnert (BGHM, rechts im Bild) entgegen. Bildquelle: Stadler Pankow GmbH

BGHM verleiht Beschäftigten der Stadler Pankow GmbH den Sicherheitspreis „Schlauer Fuchs“

Berlin (BGHM). Es werde Licht! Das haben sich Beschäftigte der Stadler Pankow GmbH, die bei der Fertigung von Schienenfahrzeugen für den Innenausbau der Wagenkästen zuständig sind, wohl häufiger gedacht. Für die Arbeitsplatz-Beleuchtung wurden bei den Ausbauarbeiten herkömmliche Stableuchten mit Leuchtstoffröhren eingesetzt – in diesem Kontext in Bezug auf die Arbeitssicherheit nicht ideal, wie eine interne Analyse zeigte. Da auf dem Markt kein passendes Beleuchtungssystem für die betriebsspezifischen Ausbautätigkeiten gefunden wurde, entwickelten die Beschäftigten der Pankow GmbH es einfach selbst. Für dieses besondere Engagement für eine ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz erhält das Unternehmen den Sicherheitspreis „Schlauer Fuchs“ von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM).

Innenausbau von Waggons braucht gute Sicht

Die Ausbautätigkeiten, bei denen die Inneneinrichtung, die Technik oder auch Hinweisschilder in die noch leeren Waggons eingebaut werden, finden in einer Halle statt. Natürliches Licht reicht nicht aus, um dabei sicher und gesund zu arbeiten. Doch auch die bisherige künstliche Beleuchtung mit handelsüblichen Stablampen hatte mehrere Schwachstellen: Unter anderem verursachte sie Blendungen und auch eine elektrische Gefährdung, wie sie generell beim Umgang mit elektrischen Betriebsmitteln vorhanden ist, war gegeben.

Es war also klar: Die Beleuchtung musste verbessert werden. Zwei Praxistests mit herkömmlichen Lichtsystemen brachten allerdings nicht die gewünschten Ergebnisse, daher entwickelten die Beschäftigten der Stadler Pankow GmbH die Beleuchtung nach den individuellen Bedürfnissen des Betriebs kurzerhand selbst. „Unser Ziel war es, ein zusammenhängendes, koppelbares Beleuchtungssystem zu entwickeln, dessen Elemente die Beschäftigten einzeln dimmen können und bei dem die elektrische Gefährdung auf ein Minimum reduziert wird. Gleichzeitig wollten wir eine energieeffiziente Lösung mit einer hohen Farbwiedergabe und einer Beleuchtungsstärke von mindestens 500 lx auf Arbeitsebene“, erläutert Heiko Kraack, Beauftragter für Umwelt- und Energiemanagement bei Stadler Pankow.

Gute Beleuchtung „made in Germany“

In Zusammenarbeit mit regionalen Herstellern entstand ein solches Beleuchtungssystem, das darüber hinaus gut repariert und damit nachhaltig genutzt werden kann. „Hergestellt in Reinickendorf“, wie Kraack betont.

Gerald Rönnert, Aufsichtsperson der BGHM, ist begeistert vom Engagement des Betriebs: „Die Arbeitsplatz-Beleuchtung ist ein ergonomischer Aspekt, der oft zu wenig Beachtung findet. Dabei ist eine gute Sicht eine wichtige Grundlage für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Stadler Pankow hat das vorbildlich umgesetzt und damit die Ergonomie an den Arbeitsplätzen verbessert sowie Gefährdungen reduziert. Der ,Schlaue Fuchs‘ ist die Anerkennung der BGHM dafür.“

Beschäftigte des Unternehmens erhalten den Sicherheitspreis schon zum zweiten Mal. „Das muss man erst mal schaffen“, findet Rönnert.