Hygienekonzept für den Betrieb – was heißt das?

BGHM unterstützt Mitgliedsunternehmen mit Handlungshilfen

Am 16. April 2020 hat das Bundesarbeitsministerium den Sars-CoV2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht. Eine Frage, die viele Unternehmen beschäftigt: Welche Anforderungen sind mit Blick auf die nach Arbeitsschutzgesetz vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung zu erfüllen? So haben Bund und Länder am 15. April beschlossen, dass „jedes Unternehmen in Deutschland auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept“ umsetzen muss.

Was bedeutet das für den einzelnen Betrieb? Ist das Hygienekonzept eine zusätzliche Anforderung, die neben der Gefährdungsbeurteilung besteht? Müssen Unternehmen eine separate Dokumentation erstellen?

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) stellt dazu klar: Um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen, reicht es aus, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, wie sie im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard beschrieben sind. Ergänzt und konkretisiert wird der Standard von branchenspezifischen Hilfestellungen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. So unterstützt auch die BGHM ihre Mitgliedsbetriebe mit Handlungshilfen zum Schutz vor Coronaviren unter anderem für die Bereiche Baustellen, Service im Kfz-Gewerbe oder Maschinenbedienung dabei, die Arbeit sicher und gesund zu gestalten.

Ein über die im Arbeitsschutzstandard und in den berufsgenossenschaftlichen Hilfestellungen beschriebenen Anforderungen hinaus gehendes „Hygienekonzept“ als eigenständiges Dokument ist für die Betriebe nicht erforderlich.