Hier wird Arbeitsschutz von Anfang an mitbedacht

(v.l.n.r.) Maik Dettlaff (BGHM), Dr. Claus Waldmann, Markus Jannsen, (beide MARC Engineering GmbH & Co. KG), Wilfried Wöltje (BGHM). Bildquelle: BGHM

MARC-Engineering GmbH & Co. KG erhält Gütesiegel „Sicher mit System“ der BGHM

Bad Zwischenahn (BGHM). „Arbeitsschutz fängt im Kopf an. Heute denken alle Beschäftigten in meinem Betrieb von Anfang an auch an die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.“ Dieses positive Fazit zieht Dr. Claus Waldmann bei der Übergabe des Gütesiegels „Sicher mit System“ der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) auf der Regionaltagung in Bad Zwischenahn. Der Geschäftsführer der Firma MARC-Engineering im niedersächsischen Wildeshausen erhielt auf der Veranstaltung der BGHM am 5. April 2019 die Urkunde für die erfolgreiche Einführung eines professionellen Arbeitsschutzmanagementsystems (AMS).

Mit einem Umbau fing es an

Alles begann, als das bestehende Firmengebäude erweitert und umgebaut werden musste. „Bereits bei den Planungen stand die Arbeitssicherheit an erster Stelle. Mögliche Stolperfallen habe ich schon in den Bauplänen beseitigen lassen“, sagt Waldmann. Kaum war das neue Gebäude bezogen, stattete Wilfried Wöltje, zuständige Aufsichtsperson der BGHM, dem Betrieb einen Besuch ab. „Der Betrieb von Waldmann war in Sachen Arbeitssicherheit bereits so vorbildlich aufgestellt, dass ich ihm riet, das Gütesiegel ‚Sicher mit System‘ anzustreben“, erzählt Wöltje. Gesagt – getan: Statt üblicherweise rund einem Jahr dauerte es nur sechs Monate, bis die alle Voraussetzungen für die abschließende Begutachtung erfüllt waren. Das Ergebnis: Der Betrieb verfügt nun über ein professionelles Arbeitsschutzmanagementsystem. Dadurch werden Optimierungspotenziale beim Arbeitsschutz systematisch erfasst, analysiert und die daraus folgenden Maßnahmen dokumentiert und ihre Wirksamkeit kontinuierlich überprüft. Waldmann stellt fest: „Durch den Einführungsprozess achten Teamleiter und Beschäftigte untereinander noch besser darauf, dass beispielsweise die Persönliche Schutzausrüstung wie Schutzbrillen getragen werden.“

Arbeitsschutz als Selbstverständlichkeit

Arbeitssicherheit ist mit all ihren Aspekten Teil des Unternehmensleitbildes geworden. Dies zeigt sich unter anderem jeden Montag bei den Meetings des Betriebs. „Arbeitsschutz ist dort ein fester Programmpunkt. So können wir direkt zu Wochenbeginn Lösungen besprechen, sollten Probleme oder Handlungsbedarf beim Arbeitsschutz erkannt worden sein“, erzählt Waldmann. „Ich nutze diese Gelegenheit aber auch, um positive Veränderungen hervorzuheben und gelungene Maßnahmen zu loben.“ Denn das Gütesiegel der BGHM habe dem gesamten Betrieb einen zusätzlichen Motivationsschub für Arbeitsschutzoptimierungen gegeben. Um auch anderen Unternehmen die Vorteile eines systematischen Arbeitsschutzmanagementsystems zu veranschaulichen, erläuterten Fachleute der BGHM auf der Regionaltagung in Bad Zwischenahn das Gütesiegel „Sicher mit System“ – praxisnah und offen für Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auf den bundesweit regelmäßig stattfindenden Regionaltagungen stellen die Fachleute außerdem das gesamte Leistungsspektrum der Berufsgenossenschaft vor: von der Prävention über Rehabilitation bis zur Entschädigung. „Die Veranstaltung dient dazu, vor allem kleine und mittelständische Betriebe über die Angebote der BGHM zu informieren und anhand von Beispielen aus der Praxis zu zeigen, wie guter Arbeitsschutz funktionieren kann“, sagt BGHM-Aufsichtsperson Wöltje.

 

Über das Gütesiegel

Das Gütesiegel „Sicher mit System“ erhalten Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigen für die erfolgreiche Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems. Fachberater der BGHM loten dazu in Zusammenarbeit mit der Leitung des Mitgliedsunternehmens, den jeweiligen Arbeitsschutzbeauftragten und den Beschäftigten Optimierungspotenziale beim Arbeits- und Gesundheitsschutz aus und suchen gemeinsam nach Lösungen, die zur Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Arbeitsschutz führen. Abschließend findet eine Begutachtung statt.