Gemeinsam für mehr Sicherheit bei der Arbeit

Das Team der Hema Maschinen- und Apparateschutz GmbH erhält die Urkunde zum BGHM-Gütesiegel „Sicher mit System“.

Seligenstädter Schutzsysteme-Hersteller erhält Gütesiegel „Sicher mit System“

Seligenstadt/Mainz (BGHM). Was haben Fußball und Arbeitssicherheit gemeinsam? In beiden Disziplinen ist man nur dann erfolgreich, wenn es ein gut eingespieltes und motiviertes Team gibt. Ein Erfolgsteam beim Thema Arbeitssicherheit ist die Belegschaft der HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH im südhessischen Seligenstadt. Von jeher wird dort die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit als gemeinsame Aufgabe betrachtet. Dank der großen Einsatzbereitschaft aller Beschäftigten, konnte das Unternehmen zügig ein professionelles Arbeitsschutz-Management-System (AMS) einführen und dadurch die Arbeitssicherheit auf ein noch höheres Niveau heben. Dafür hat das Unternehmen nun das Gütesiegel „Sicher mit System“ der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) erhalten. Herwig Kochan, zuständige BGHM-Aufsichtsperson, überreichte es stellvertretend für das gesamte Team an den Geschäftsführer Steffen Walter und die Sicherheitsfachkraft Sebastian Becker.

Seminar bringt Stein ins Rollen

Sprichwörtlich den Stein ins Rollen brachte ein BGHM-Seminar, das Sebastian Becker für seine Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft besuchte. Dort hört er erstmals vom Gütesiegel ‚Sicher mit System‘ und lernt zugleich die damit verbundenen Vorzüge kennen: eine optimierte Systematik und Organisation der Arbeitssicherheit. Das überzeugt auch die Geschäftsleitung und die Einführung des AMS kann beginnen. „Wir möchten dafür sorgen, dass unsere Beschäftigten gesund in den Betrieb kommen und ihn ebenso gesund wieder verlassen – und zwar immer. Gemeinsam mit der BGHM haben wir unsere bestehenden Prozesse in der Arbeitssicherheit ergänzt, neu strukturiert und den Weg für kontinuierliche Verbesserungen geebnet“, erzählt Geschäftsführer Steffen Walter. Herwig Kochan unterstütze das Unternehmen dabei, da er als Aufsichtsperson unter anderem bei der Durchführung von Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vor Ort im Betrieb berät und informiert. „Die spürbare Einsatzbereitschaft und Neugier für Arbeitsschutzthemen in diesem Betrieb sind ideale Voraussetzungen für meine Arbeit. Ich konnte Führungskräften und wichtigen Multiplikatoren im Betrieb viel Arbeitsschutzwissen praxisnah vermitteln – und wenn das auf offene Ohren stößt, freut mich das umso mehr“, sagt Kochan.

Transparenz als Erfolgsfaktor

Als eine der wichtigsten Verbesserungen im Zuge der Einführung des AMS nennt Sicherheitsfachkraft Becker die verbesserte Transparenz sowie klare Zuständigkeiten. „Der Einführungsprozess war eine willkommene Gelegenheit, allen Betriebsangehörigen ihre jeweiligen Aufgaben und Pflichten beim Arbeitsschutz nochmal deutlich ins Bewusstsein zu rufen. Auch den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen hat jetzt beispielsweise wieder jeder auf dem Schirm“, sagt Becker. Ein weiterer Vorteil liege in der aktiven Beteiligung der Beschäftigten, wenn es um Optimierungspotenziale geht. „Bei mir gehen regelmäßig Ideen und Vorschläge ein, wie die Arbeit im Betrieb sicherer und gesünder gestaltet werden kann“, sagt Becker. Gemeinsam mit den Beschäftigten sowie der Unternehmensleitung prüfe man zunächst die Vorschläge und gehe deren Umsetzung anschließend im Verbund an. Für Sicherheitsfachkraft Becker ist dies das wesentliche Erfolgsrezept: „Ein guter und funktionierender Arbeitsschutz ist wie Fußballspielen: nur mit einem engagierten Team, kann man gemeinsam Erfolge feiern.“

Über das Gütesiegel

Das Gütesiegel „Sicher mit System“ erhalten Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigen für die erfolgreiche Einführung eines Arbeitsschutz-Management-Systems. Fachberater der BGHM loten dazu in Zusammenarbeit mit der Leitung des Mitgliedsunternehmens, den jeweiligen Arbeitsschutzbeauftragten und den Beschäftigten Optimierungspotenziale beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Gemeinsam suchen sie nach Lösungen, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozesses im Arbeitsschutz einzuführen. Abschließend findet eine Begutachtung statt.