Gemeinsam aktiv bei der Arbeit

Versicherungsschutz bei betrieblichen Sportveranstaltungen

Mainz (BGHM). Nicht nur in ihrer Freizeit, sondern häufig auch auf betrieblichen Veranstaltungen sind Beschäftigte sportlich aktiv. Gerade jetzt im Sommer werden in Unternehmen neben dem regelmäßigen Betriebssport Sportveranstaltungen durchgeführt. Doch wie sieht es dabei mit dem Versicherungsschutz aus? Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) informiert, wann eine betriebliche Sportveranstaltung unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht. Entscheidend ist dazu immer eine Gesamtbetrachtung der Veranstaltung.

Stärkung des Wir-Gefühls

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Firmenturnier eine versicherte Gemeinschaftsveranstaltung bzw. Teil einer solchen sein. Der Spaß und die Unterhaltung aller Teilnehmenden, nicht der Wettkampf, müssen bei dem Event im Vordergrund stehen – wie bei einem Betriebsfest. Die Zusammenkunft soll der Pflege der Verbundenheit zwischen der Unternehmensleitung und den Beschäftigten sowie diesen untereinander dienen und muss deshalb der gesamten Belegschaft offenstehen.  Zudem muss das Turnier von der Unternehmensleitung selbst veranstaltet oder zumindest gebilligt oder gefördert und von ihr als betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung getragen werden.

Veranstaltung muss allen offen stehen

Ganz wichtig ist die Programmgestaltung des Turniers: Sportliche Aktivitäten mit spielerischem Charakter sind versichert, wenn sie der Förderung des Gemeinsinnes oder des Zusammengehörigkeitsgefühls aller Beschäftigten und nicht nur dem persönlichen Interesse der Mitspielenden dienen. Die Veranstaltung muss daher von ihrer Programmgestaltung her geeignet sein, die Gesamtheit der Beschäftigten anzusprechen. Richtet sich zum Beispiel ein betriebliches Fußballturnier, selbst wenn es von der Unternehmensleitung organisiert und finanziert worden ist, nur an den fußballbegeisterten Teil der Belegschaft, scheidet der Versicherungsschutz aus. Für nicht Sport- bzw. Fußballbegeisterte sollte ein Alternativprogramm vorgesehen sein. Hüpfburg, Grill und Getränkestand reichen hierzu in der Regel allein nicht aus.

Wenn die Kontaktpflege der Unternehmensleitung und Belegschaft, Unterhaltung und geselliges Beisammensein im Vordergrund stehen, besteht auch dann Versicherungsschutz für die Anwesenden, wenn die Beteiligung hinter den Erwartungen zurückbleiben sollte.

Die Veranstaltung muss im Wesentlichen allein für Beschäftigte angeboten werden. Turniere mit Beteiligung fremder Unternehmen oder Personen scheiden für die Anerkennung des Versicherungsschutzes grundsätzlich aus, da sie nicht der Stärkung des „Wir-Gefühls“ innerhalb der Belegschaft dienen.