Drei Auszeichnungen auf der Fachmesse A+A

Vorbildliches Engagement im Arbeitsschutz der Firmen Voith aus Baden-Württemberg und Matetec aus Sachsen-Anhalt

Hier ein weltweiter Technologiekonzern mit 19.000 Beschäftigten, dort ein Familienunternehmen à vier Personen - und doch eint die Firmen Voith aus Baden-Württemberg und Matetec aus Sachsen-Anhalt eins: ihr Engagement in Sachen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Auf der weltgrößten Fachmesse für Arbeitsschutz A+A haben beide Unternehmen den „Schlauen Fuchs“, eine Trophäe für herausragendes Engagement im Arbeitsschutz der BGHM, erhalten. Die Firma Matetec wurde zusätzlich mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis 2017 ausgezeichnet.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!
Ändern statt akzeptieren: Wenn im Arbeitsalltag der vierköpfigen Firma Matetec aus Tangerhütte Probleme auftauchen, werden individuelle Lösungen ausgetüftelt. So stellte der Spezialist für Hochdruckwasserstrahlen beim Zerkleinern der Rotorblätter von Windkraftanlagen gleich mehrere unsichere Faktoren fest und entwickelte eine maschinengeführte Schneidvorrichtung.

„Die Firma Matetec beweist, dass auch kleine Unternehmen im Arbeitsschutz ganz groß sein können. Wir sind stolz, dass einer unserer Mitgliedsbetriebe den Deutschen Arbeitsschutzpreis gewonnen hat“, freut sich Bernhard Wagner, Vorstandsvorsitzender der Versichertenseite der BGHM, bei der Preisübergabe auf der weltgrößten Fachmesse für Arbeitsschutz A+A.

Auch der Präventionsleiter der BGHM Stefan Gros lobt die Idee des Familienbetriebs: „Die Schneidevorrichtung ermöglicht den Mitarbeitern eine ergonomische Arbeitshaltung und verhindert sowohl die Absturz- als auch die Verletzungsgefahr bei der Arbeit.“

„Gerade für eine kleine Firma, wie wir es sind, sind die Auszeichnungen ein großer Erfolg“, sagt der Firmeninhaber Matthias Teek. „Da auch ich als Chef die alltäglichen Aufgaben ausführe, sehe ich schneller die Sachen, die so definitiv nicht weitergehen können. Ein kleiner Betrieb hat also auch gewisse Vorteile, wenn es um sicheres und gesundes Arbeiten geht. Man muss etwaige Probleme einfach anpacken!“

Gesundes und sicheres Arbeiten mit eigener App
Das große Ziel „Null Unfälle” hat sich die international agierende Voith GmbH & Co KGaA seit vielen Jahren auf die Fahnen geschrieben. Viele kleine Schritte bereiten den Weg dorthin: So auch die eigens entwickelte App zur Prävention von Unfällen.
Mithilfe der Anwendung melden die Beschäftigten unsichere Verhaltensweisen, Gefahrensituationen und Arbeitsunfälle an den zuständigen Vorgesetzen und an eine Datenbank. Bei täglichen Briefings werten die Vorgesetzten dann die Daten unmittelbar aus und leiten dadurch Verbesserungsprozesse ein. Ulrich Weiße, Leiter Nachhaltigkeit und zuständig für den Arbeitsschutz bei Voith, erklärt: „Das Tolle an der App ist, dass wir sie an all unseren Standorten weltweit einsetzen können. Durch Piktogramme und Fotos funktioniert sie international verständlich ohne Sprache.“

Oberste Priorität hat dabei die schnellstmögliche Beseitigung von Unfallursachen und Gefahrensituationen. Der Präventionsleiter der BGHM Stefan Gros lobt in diesem Zusammenhang noch einen anderen wichtigen Aspekt: „Für einen funktionierenden Arbeitsschutz müssen alle Mitarbeiter beteiligt werden und an einem Strang ziehen. Hierfür ein modernes und zugleich alltägliches Medium einzusetzen, ist wirklich eine gute Sache. Ein abteilungsübergreifender Austausch und regelmäßiges Feedback runden den Ansatz von Voith ab.“

 

Linkes Bild: Bei der Übergabe des „Schlauen Fuchses“ (v.l.n.r.): Präventionsleiter der BGHM Stefan Gros, Familie Teek von der Firma Matetec, Bernhard Wagner (Vorstandsvorsitzender der Versichertenseite der BGHM) und Michael Schleich (Vorsitzender des Präventionsausschusses der BGHM)

Rechtes Bild: (v.l.n.r.): Bernhard Wagner (Vorstandsvorsitzender der Versichertenseite der BGHM), Ralf Buchmaier (Corporate HSE Manager), Markus Schönberger (Teamleiter Sustainability Office), Ulrich Weiße (Leiter Nachhaltigkeit & Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz), Norbert Maier (Betriebsrat), Stefan Gros (Präventionsleiter der BGHM) und Michael Schleich (Vorsitzender des Präventionsausschusses der BGHM)