Bundespräsident im BGHM-Seminar

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender

Die Teilnehmer berichten über ihr Seminar.

Seminarreferent Michael Lockhoff, Präventionsbezirk Ost

Frank-Walter Steinmeier besuchte Ausbildertag der Handwerkskammer Berlin

Hoher Staatsbesuch im BGHM-Praxisseminar für Meisteranwärter im Tischler-/Schreinerhandwerk in der Handwerkskammer in Berlin: Anlässlich der bundesweiten „Woche der beruflichen Bildung“ vom 16. bis 20. April waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender zu Gast im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer. Sie besuchten in dieser Woche zahlreiche Einrichtungen und Veranstaltungen in ganz Deutschland, um sich über Qualität und Perspektiven der beruflichen Bildung zu informieren. Sein Vater, erzählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede, war Tischler. „Diesen besonderen Geruch von Leim, Sägemehl und frisch geschnittenem Holz habe ich bis heute in der Nase und ich freue mich darauf, dass wir später als Erstes in eine Tischlerei gehen.“

Es war ein straffer Zeitplan für den Bundespräsidenten und seine Frau: „Sie haben sich die Tischlerwerkstatt mit den Maschinen angesehen und dann ging es gleich weiter Richtung Zahntechniker-Werkstatt. Trotzdem haben sie sich Zeit für ein Gespräch mit uns genommen“, erzählte Michael Lockhoff aus dem Präventionsbezirk Ost. Er ist Referent des BGHM-Praxisseminares, das im Rahmen des Meistervorbereitungslehrganges der Handwerkskammer in Berlin angeboten wird und an diesem Tag regulär in den Räumen der Tischlerei-Meisterschule stattfand.

Schon seit Tagen liefen die Vorbereitungen in der Handwerkskammer. Selbstverständlich gelten hohe Sicherheitsvorkehrungen. Den Meisterschülern war die Aufregung sichtlich anzumerken – schließlich begegnet man nicht jeden Tag dem Bundespräsidenten. „Seine Frau hatte mehrere Fragen zu unserem Seminar und zum Arbeitsschutz. Beide waren ganz offen und locker“, sagte Lockhoff. 

Michael Lockhoff arbeitet seit 1992 in der Berufsgenossenschaft und ist seit 1994 Referent in den Seminaren der BGHM für Meisteranwärter im Tischler-/Schreinerhandwerk. Die Geburtsstunde dieser Seminare liegt schon über 100 Jahre zurück. „1901 ist der erste Kollege unterwegs gewesen, damals noch mit seinem Werkzeug und mit der Pferdekutsche. Und wir bieten dieses Seminar jetzt seit vielen Jahren an unterschiedlichen Standorten an. Jeder Tischlermeister bundesweit kennt den Kurs – jeder hat an unserem Seminar teilgenommen.“ Das Seminar soll den Teilnehmern dabei helfen, die spezifischen Gefährdungen bei der handwerklichen Holzbearbeitung in ihrem Betrieb zu erkennen. Es befähigt sie dazu, Maßnahmen zur Minimierung dieser Gefährdungen vorzuschlagen, zu planen und umzusetzen.

„Früher stand Arbeitsschutz nicht so im Fokus. Heute ist das anders. Selbstverständlich soll jeder wieder gesund und fit von der Arbeit nach Hause kommen“, sagte Lockhoff. Diese Einstellung möchte er seinen Teilnehmern ebenfalls vermitteln: „Es ist natürlich eine große Unterstützung, wenn man durch die BGHM sozial abgesichert ist falls doch mal etwas passiert – aber die Gesundheit ist eben durch Geld nicht zu ersetzen! Unser Seminar unterstützt bei der Prävention – bevor etwas passiert.“


Weitere Informationen zum Seminarprogramm der BGHM:
www.bghm.de, Webcode 13