Arbeitsunfall – was nun?

Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28. April

Bereits im Jahr 1984 wurde er von der internationalen Arbeiterorganisation (engl. International Labour Organisation ILO) ins Leben gerufen: der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Ein Thema, das nicht nur am 28. April im Fokus steht.

Die BGHM ist im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben – Prävention, Rehabilitation und Entschädigung – zentralen Werten verpflichtet: der Sicherheit und Gesundheit ihrer Versicherten. Darüber hinaus leistet sie durch das Prinzip der Haftungsablösung einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Doch was passiert, wenn der Ernstfall trotz vorbeugender Maßnahmen eintritt? Was muss bei einem Arbeits- oder Wegeunfall beachtet werden und welche Unterstützung bietet die Berufsgenossenschaft?

Hinweis: Die folgenden Infos finden Sie auch auf einem anschaulichen Plakat zum Ausdrucken und Aufhängen.

Rettungskette

Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall entscheidet oft der Zeitfaktor über die Folgen – daher kommt der Rettungskette eine wichtige Bedeutung zu: Ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, müssen Personen, die beispielsweise bei einem Autounfall zufällig zuerst an Ort und Stelle sind, den Notruf absetzen und Erste Hilfe leisten. Anschließend übernimmt der Rettungsdienst, bis der Verletzte im Krankenhaus behandelt werden kann.

Gut zu wissen: Ersthelfer sind über die gesetzliche Unfallversicherung versichert.

Betriebliche Ersthelfer

Bei einem Notfall im Betrieb sind ausgebildete Ersthelfer und Ersthelferinnen für die Verletzten da. In Unternehmen mit bis zu zwanzig Beschäftigten muss mindestens ein Ersthelfer zur Verfügung stehen. Bei größeren Betrieben müssen mindestens zehn Prozent der anwesenden Versicherten Ersthelfer sein, in Verwaltungs- und Handelsbetrieben
mindestens fünf Prozent. Diese ausgebildeten Personen sind bei der jeweils zuständigen Berufsgenossenschaft – Ersthelfer aus z. B. holz- und metallverarbeitenden Betrieben bei der BGHM – versichert.

Durchgangsarzt (D-Arzt)

D-Ärztinnen und D-Ärzte sind in der Unfallmedizin besonders erfahrene Chirurgen und Orthopäden. Die Versicherten müssen einen D-Arzt aufsuchen, wenn die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich über den Unfalltag hinaus andauert oder für die Behandlung länger als eine Woche benötigt wird. D-Ärzte führen die fachärztliche Erstversorgung durch und entscheiden, ob eine Heilbehandlung durch Hausärzte ausreicht oder ob eine besondere Heilbehandlung durchzuführen ist.

Einen D-Arzt in Ihrer Nähe finden Sie unter www.dguv.de/d-arzt.

Unfallanzeige

Wenn ein Arbeitsunfall eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen zur Folge hat, muss der Unternehmer den Fall der Berufsgenossenschaft melden. Die Unfallanzeige kann der BGHM online im Extranet übermittelt werden (www.bghm.de, Webcode: 21).

Heilbehandlung und Heilmittel

Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall sorgt die BGHM dafür, dass die Verletzten eine optimale medizinische Behandlung und Rehabilitation erhalten. Sie übernimmt die Kosten für ärztlich verordnete Heilmittel wie Physiotherapie und Medikamente. Mit einem Netzwerk aus Ärzten, Therapeuten und Kliniken sowie einem fundierten Rehabilitationsmanagement kümmert sich die BGHM darum, dass ein frühzeitiger und nachhaltiger Heilerfolg erreicht wird.

Hilfsmittel und Verletztengeld

Die BGHM übernimmt die Kosten für Hilfsmittel, die der Versicherte nach einem Arbeitsunfall im Alltag und im Berufsleben benötigt, beispielsweise Prothesen. Hilfsmittel werden ärztlich verordnet und sichern den Erfolg der Heilbehandlung oder mildern die Folgen von Gesundheitsschäden. Auch die finanzielle Absicherung kommt nicht zu kurz: Durch Verletztengeld kann die Zeit der Arbeitsunfähigkeit überbrückt werden.