Optische Strahlung

Optische Strahlung

Auftreten und Gefährdungspotentiale "Optischer Strahlung"

Physikalisch wird künstliche optische Strahlung nach ihren Wellenlängen unterschieden. Zur inkohärenten optischen Strahlung gehört die ultraviolette (UV-), sichtbare (VIS-) und infrarote (IR-) Strahlung), zur kohärenten optischen Strahlung die Laserstrahlung. Typische künstliche optische Strahlungsquellen in Holz- und Metallbetrieben sind z. B. Schweißlichtbögen, Schmelzöfen, offene Flammen, UVStrahler in Entkeimungs-, Beschichtungs-, Belichtungs-, Härtungs- und Trocknungsanlagen, Infrarot- (IR-) Trocknungsanlagen, lichtemittierende Dioden (LED), Leuchten (z. B. Tageslichtscheinwerfer, Projektionseinrichtungen) sowie der große Bereich der verschiedensten Laserarten. Natürliche optische Strahlung bedeutet Einwirkung von Sonnenstrahlung, z. B. bei Arbeiten im Freien.

Gefährdungen können für Haut und Augen bestehen. So kann z. B. UV-Strahlung zu akuten Hautschäden (z. B. Auftreten von Sonnenbrand oder Photoallergien) und zu Langzeitschädigungen wie Hautalterung führen. Schwerwiegendste Folgen einer langfristigen hohen UV-Exposition durch natürliche Strahlung können verschiedene Arten von Hautkrebs sein. Hohe UV-Expositionen können beim Schweißen ohne ausreichende Schutzmaßnahmen, wie Schutzkleidung und Gesichtsschutz, auftreten. Bei chronischer Bestrahlung mit starken IR-Quellen kann die Augenlinse getrübt werden (z. B. Glasbläserstar). Eine Bestrahlung der Haut kann bei ausreichend hohen Bestrahlungsstärken bereits nach sehr kurzer Zeit zu Verbrennungen führen. (Quelle: http://www.bfs.de/de/uv/ir/wirkungen.html)

Keine relevante Gefährdung durch optische Strahlung besteht bei "geringfügigen Expositionen" nach der Arbeitsschutzverordnung "Künstliche Optische Strahlung" (OStrV). Hierzu zählt beispielsweise die übliche künstliche Beleuchtung in Gebäuden (Bürogebäude, Industriehallen etc.), auf Freiflächen und auf Verkehrswegen.

Seit Juli 2010: Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV)

Nach OStrV sind Gefährdungsbeurteilungen fachkundig durchzuführen. Es gelten Expositionsgrenzwerte nach § 6 OStrV und EU-Richtlinie 2006/25/EG differenziert für Haut und Augen. Bei Überschreitung der Expositionsgrenzwerte sind geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMed-VV) enthält für künstliche optische Strahlung Bestimmungen zu Vorsorgeuntersuchungen. Zur Konkretisierung der Verordnungen werden im Ausschuss für Betriebssicherheit beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Technische Regeln (TROS IOS und TROS Laser) erarbeitet.