Galvanisieren

Mit dem Themenfeld "Galvanik" spricht die BGHM Betreiber und Hersteller von Anlagen in Arbeitsbereichen der Oberflächenveredelung, der Galvanotechnik und des Eloxierens an. Deren Experten geben Empfehlungen für Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und für entsprechende Verfahrensweisen in den betreffenden Arbeitsbereichen.

Tipp

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Unter dem Stichwort "Galvanotechnik" ist das galvanische (elektrochemische) und das außenstromlose (chemische) Aufbringen von metallischen und nichtmetallischen Schichten auf metallische sowie nichtmetallische Oberflächen im Tauchverfahren zusammengefasst. Während dieses Verfahrens, werden die Teile auf Gestellen oder in Behältern wie Trommeln, Körben oder Glocken behandelt.

Als Eloxieren wird die anodische Oxidation von Aluminium bezeichnet; je nach Verfahren entstehen dabei verschleißfeste Oxidschichten unterschiedlicher Stärke. Man unterscheidet dabei das Schwefelsäure- und vom Oxalsäure-Verfahren, das in der Regel mit Gleichstrom betrieben wird.

Arbeitsbereiche

Im Rahmen des Themenfeldes "Galvanik" werden folgende Arbeitsbereiche betrachtet und Maßnahmen aus Sicht des Arbeits- und Gesundheitsschutzes abgeleitet:

  • Vorbehandlungsverfahren:
    - polieren, glänzen,
    - alkalische Entfettung,
    - elektrolytische Entfettung,
    - dekapieren,
    - beizen.
  • Beschichtungsverfahren:
    - glanzverchromen,
    - hartverchromen,
    - chromatieren,
    - vernickeln, Glanznickel/Halbglanznickel
    - vernickeln (chemisch)
    - verkupfern,
    - verzinken.
  • eloxieren.

Hersteller und Betreiber finden bei der BGHM kompetente Ansprechpartner, die Fragen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz beantworten und pragmatische Lösungen erarbeiten. Die BGHM-Fachleute beraten Hersteller bei der Umsetzung einschlägiger Sicherheitsvorschriften für galvanotechnische Oberflächenbehandlungsanlagen. Betreiber erhalten Informationen über die in ihrem speziellen Fall zu beachtenden Gefährdungen. Außerdem helfen BGHM-Experten dabei, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen.

Beratung von Betreibern und Unternehmern

Für Betreiber wurde die ehemalige Unfallverhütungsvorschrift VBG 57 "Elektrolytische und chemische Oberflächenbehandlung; Galvanotechnik" im Rahmen der Neuordnung der berufsgenossenschaftlichen Schriften anwenderbezogen in die DGUV Regel 109-602 "Branche Galvanik" überführt.

Die DGUV Regel 109-602 „Branche Galvanik" gibt den Mitarbeitern in Betrieben der elektrochemischen und chemischen Oberflächenbehandlung Hinweise für das sichere Arbeiten in den betreffenden Prozessen. Instandhaltung, Lager- und Transportarbeiten werden ebenfalls berücksichtigt.

Die Gefährdungen in galvanotechnischen Bereichen können zu Verätzungen, Stürzen und Abstürzen in galvanische Bäder, sowie zu Quetschungen führen, oder können die orale, dermale oder inhalative Aufnahme von Gefahrstoffen zur Folge haben.

Die DGUV Information 209-009 „Galvaniseure“ (ehemals BGI 552) konkretisiert in einer höheren Detailtiefe die in der übergeordneten DGUV Regel 109-602 „Branche Galvanik“ formulierten Anforderungen.

Beratung von Herstellern

Für die Hersteller zeigt sich die partnerschaftliche Zusammenarbeit in kompetenter Beratung einzelner Unternehmen oder Unternehmensgruppen.

Mit Industrieverbänden hat sich auf dem Gebiet der Galvanotechnik ebenfalls eine gute Zusammenarbeit etabliert. Dazu gehört auf nationaler Ebene der Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO), und auf europäischer Ebene CETS (European Committee for Surface Treatment).

Normung

Zur Definition von Schutzmaßnahmen beim Bau galvanotechnischer Anlagen erstellt das Themenfeld Galvanik momentan eine europäische Norm, und arbeitet dabei projektbezogen in einem Team mit Industrieverbänden wie dem Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO), sowie Herstellern, Konstrukteuren und Betreibern zusammen.

Weitere Fragen

Hotline: 0800 9990080-2 (kostenfreie Nummer) oder E-Mail