Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe gehören zur Persönlichen Schutzausrüstung und sind immer dann auszuwählen, wenn nach Substitutionsprüfung, technischen und organisatorischen Maßnahmen ein Restrisiko verbleibt. Ihre Einsatzgebiete umfassen:

  • chemische Gefährdungen
  • physikalische Gefährdungen, z. B. mechanische, thermische oder elektrische Gefährdungen,
  • biologische Gefährdungen.

Tipp

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Es gibt keinen Schutzhandschuh, der vor allen Gefährdungen schützt. Je nach Bauart und Material können die unterschiedlichsten Schutzziele erreicht werden. Als Materialien kommen vor allem Kunststoffe (Elastomere, Thermoplaste, Laminate), Gestricke/Gewebe (auch beschichtet) sowie Leder zum Einsatz.

Schutzhandschuhe weisen anhand ihrer Kennzeichnung aus, gegen welche Gefahren sie schützen. Bestandteil der Kennzeichnung sind neben dem CE-Zeichen auch die spezifischen Piktogramme. Die im Holz- und Metallbereich gängigsten sind:

  • Piktogramm 1: Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken, wie Abrieb, Schnitt und Durchstich (EN 388; Leder sowie Gestricke/ Gewebe, auch beschichtet)
  • Piktogramm 2 und 3: Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen (EN 374 T1-T3; Kunststoffe, v.a. die Elastomere Nitril, Latex, Neopren, Butyl und Fluorkautschuk)
  • Piktogramm 4: Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken (EN 407), wie Hitze und/oder Feuer (Leder / Gewebe / Gestricke aus speziellen hitzebeständigen Garnen)

Für einige Gefährdungsarten wie z. B. mechanische Risiken, Hitze und Feuer, Kälte chemische Gefährdungen werden zusätzlich zum Piktogramm noch die geprüften Eigenschaften und das dort erzielte Leistungsniveau angegeben.

In der Betriebsanweisung finden Sie Hinweise, welche Schutzhandschuhe bei Ihren Tätigkeiten geeignet sind.

Gebotszeichen "Handschutz benutzen"
Schutzhandschuhe müssen in Bereichen benutzt werden, die mit dem Gebotsschild "Schutzhandschuhe tragen" gekennzeichnet sind.

Verbotszeichen "Schutzhandschuhe tragen verboten"
Besteht die Gefahr, von rotierenden Maschinenteilen erfasst zu werden, z. B. an offenen Bohr-, Fräs- oder Drehmaschinen, ist der Einsatz von Schutzhandschuhen verboten.

Handschuhe tragen – aber richtig

In der Praxis zeigt sich, dass ein optimaler Schutz beim Tragen von Schutzhandschuhen nur dann erreicht werden kann, wenn die Handschuhe auch sachgerecht verwendet werden. Die wichtigsten Regeln beim Umgang mit Schutzhandschuhen sind nachfolgend aufgeführt:

  • Nur die für die Tätigkeit nach Gefährdungsbeurteilung vorgesehenen Schutzhandschuhe benutzen.

  • Nur unbeschädigte, innen saubere und trockene Schutzhandschuhe benutzen.

  • Schutzhandschuhe nur mit sauberen, trockenen Händen anziehen.

  • Verschwitzte Schutzhandschuhe wechseln oder dünne Baumwollunterzieh-Handschuhe tragen. Diese nach der Benutzung trocknen lassen.

  • Nur die persönlich zugeordneten Schutzhandschuhe benutzen.

  • Einmalhandschuhe nur einmal verwenden.

  • Maximale Tragedauer von Chemikalienschutzhandschuhen beachten. Vorher auf Dichtigkeit prüfen.

  • Stulpe von Chemikalienschutzhandschuhen umschlagen.

  • Benutzte Handschuhe so ausziehen, dass ein Kontakt mit den anhaftenden Arbeitsstoffen vermieden wird

  • Bei Hautproblemen Vorgesetzten und Betriebsarzt informieren

Weiterführende Informationen und Downloads

Gesetze, Vorschriften und Technische Regeln

BG-Veröffentlichungen

Internet-Links

Hinweis

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