Reinigung und Pflege

Waschen der Hände

Hautreinigung

Die Hautreinigung zählt zu den grundlegenden Maßnahmen der persönlichen Arbeitshygiene, um anhaftende Verschmutzungen vor den Arbeitspausen und nach der Arbeit zu entfernen. Aber: Jede Hautreinigung irritiert die Haut. Insbesondere bei der häufigen Verwendung von Hautreinigungsmitteln mit stark entfettenden Tensiden, Reibe- oder Lösemitteln können berufsbedingte Hauterkrankungen entstehen.

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Gebotszeichen "Hände waschen"

 

Gebotszeichen "Hände waschen"

Auch die Hautbelastung "Verschmutzung" muss in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Zum "Schutz vor Verschmutzung" ist entsprechend der Rangfolge der Schutzmaßnahmen nach den technischen Schutzmaßnahmen zu prüfen, ob durch das Tragen geeigneter Schutzhandschuhe die Verschmutzung vermieden oder verringert werden kann.

Können oder dürfen aus arbeitstechnischer Sicht keine Schutzhandschuhe getragen werden, kann die Anwendung spezieller Hautschutzmittel zur Erleichterung der Hautreinigung beitragen, so dass auf den Einsatz reibemittel- oder sogar lösungsmittelhaltiger Reinigungsmittel verzichtet werden kann.

Bürsten und lösungsmittelhaltige Arbeitsstoffe sollten zur Hautreinigung grundsätzlich nicht eingesetzt werden. Reibekörperhaltige Reinigungsmittel sind zu vermeiden und sollten so selten wie möglich angewendet werden. Immer sollte den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden, sich auch mit reibekörperfreien Reinigungsmitteln zu waschen.

Zur effektiven Hautreinigung ist auch ein korrekter Waschprozess wichtig:

Reinigungsmittel sparsam dosieren
Reinigungsmittel sparsam dosieren
Gleichmäßig verteilen und einwirken lassen
Gleichmäßig verteilen und einwirken lassen
Mit reichlich Wasser abwaschen
Mit reichlich Wasser abwaschen

 

Nach dem Reinigungsvorgang müssen die Hände sorgfältig getrocknet werden.

Trocknen Sie Ihre Hände nach dem Reinigungsprozess gründlich (auch in den Fingerzwischenräumen) ab. Verwenden Sie dabei aus hygienischen Gründen keine „Gemeinschaftshandtücher“, sondern möglichst weiche, saugfähige Papiertücher oder Handtuchrollen. Heißlufttrockner sollten vermieden werden, weil bei deren Anwendung die Gefahr besteht, dass sich eventuell noch auf der Haut befindliche Tensidreste aufkonzentrieren.

Hautpflege

Hautpflegemittel sollen die Rückfettung und Regeneration der belasteten Haut unterstützen. Sie sind wichtiger Bestandteil eines optimalen Schutzes. Können keine Hautschutzmittel eingesetzt werden, kommt der Pflege eine besondere Bedeutung zu. Die pflegenden Substanzen werden auf den aktuellen Hautzustand abgestimmt und jeweils nach der Arbeit, aber auch in der Freizeit benutzt.

Hautschutz- und Hygieneplan

Der Hautschutz- und Hygieneplan ist zusammen mit der Betriebsanweisung wichtiger Bestandteil der regelmäßigen arbeitsplatzbezogenen Unterweisung.

Der Hautschutz- und Hygieneplan sollte entsprechend der Gefährdungsbeurteilung Angaben zu geeigneten Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemitteln enthalten. Praktische Erfahrungen zeigen, dass es empfehlenswert ist, in diesen Plan weitere zum Schutz der Haut erforderliche Persönliche Schutzausrüstungen, z. B. Schutzhandschuhe zu benennen.

Neben der Nennung und Abbildung von Schutzprodukten sind klare und leicht verständliche Anwendungshinweise im Hautschutzplan hilfreich.

Die unterschiedlichen Einsatzbereiche der Hautschutzmittel können im Hautschutz- und Hygieneplan durch Piktogramme gekennzeichnet werden:

Abbildung 1: Wassermischbare Arbeitsstoffe
Abbildung 2: Nichtwassermischbare Arbeitsstoffe
Abbildung 3: Stark haftende und verschmutzende nichtwassermischbare Arbeitsstoffe
Abbildung 4: Wechselnde Arbeitsstoffe

Hinweis

Weitere Fachinformationen, aber auch alle Praxishilfen, Gesetze, Verordnungen, Betriebsanweisungen, Seminare, Filme oder Internet-Links zum Thema "Hautschutz" finden Sie in der Dokumenten-Bibliothek "Hautschutz".