Bildschirm- und Büroarbeitsplätze

Eine Frau steht vor Ihrem Schreibtisch und arbeitet am PC.

In der Fehlzeitenstatistik stehen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems weit vorne. Dies überrascht nicht, wenn man berücksichtigt, dass der Mensch seit Jahrtausenden ein "Bewegungswesen" ist und er bei der Bürotätigkeit zur Bewegungsarmut verdammt ist. Die Muskulatur übt statt dynamischer Bewegungsarbeit überwiegend statische Haltearbeit aus. Die oft vorliegende Zwangshaltung führt zu Beschwerden, wie Verspannungen, insbesondere im Nacken-Schulter-Bereich und in den Armen.

Verstärkt werden die Beschwerden insbesondere, wenn die Bildschirmarbeitsplätze ergonomisch fehlerhaft gestaltet wurden. Der Einfluss auf die Beschwerden ist umso stärker, wenn mehrere Störfaktoren vorliegen. Störfaktoren sind u.a. fehlerhafte Beleuchtung, ungünstiges Raumklima oder störende Geräusche. Hinzu kommen auch personenbezogene Belastungen wie nicht ausreichend korrigiertes Sehvermögen sowie psychomentale Belastungen. Oft ist es erst die Summe der "kleinen Dinge", die zu größeren Produktions-Killern werden. Es lohnt sich hier anzusetzen.

Im Bereich des produzierenden Gewerbes werden die Belastungen an Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen sehr häufig unterschätzt. Bei der systematischen Betrachtung stehen die gewerblichen Arbeitsplätze meist im Vordergrund, da sie meistens mehr zum Unternehmensziel beitragen.

Vergessen wird, dass im Holz- und Metallgewerbe etwa 1/3 aller Arbeitsplätze Bildschirm- und Büroarbeitsplätze sind. Auch aus diesem Bereich kommen bei der Berufsgenossenschaft regelmäßig Anzeigen auf Berufskrankheiten und Unfallmeldungen an.

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Erfolgreiche Büroarbeit

Erfolgreiche Büroarbeit nutzt die vorhandenen Ressourcen effektiv und effizient. Die Praxis in guten Unternehmen zeigt, dass sich auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen eine genaue Betrachtung des Bürobereiches lohnt; u.a. auch aufgrund der oben zitierten Fehlzeitenstatistik.

Was sollte in den Unternehmen u.a. beachtet werden:

  • optimierte Aufstellung der Bildschirme in Bezug auf die Fenster
  • ausreichende Zeichengröße und damit auch ausreichende Bildschirmgröße
  • möglichst wenige Spiegelungen und Reflexionen auf dem Bildschirm
  • ausreichende Größe des Arbeitstisches
  • gesunde Stühle
  • richtige Einstellung von Stuhl und Bildschirm
  • angemessener Platzbedarf
  • fachgerechte künstliche Beleuchtung
  • geringe Störgeräusche
  • angemessenes Klima
  • effiziente Software-Ergonomie
  • reduzierte psychische Belastungen
  • notwenige Arbeitsmedizin
  • geeignete Sehhilfen
  • für den Bürobereich angepasste Gefährdungsbeurteilungen
  • praxisgerechte und rechtssichere Checklisten
  • Wahl einer für das Unternehmen angemessenen Arbeitsorganisationen
  • zweckdienliche Büroformen
  • möglichst barrierefreie Arbeitsplätze

Gestalten Sie wirtschaftliche und ergonomische Bildschirm- und Büroarbeits-plätze! Nutzen Sie die Chancen.

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