Arbeitsmedizin und sicherheitstechnische Betreuung

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Am 1. Januar 2012 ist die harmonisierte Fassung der DGUV Vorschrift 2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" in Kraft getreten.

Dies hat die Vertreterversammlung der Berufsgenossenschaften Holz und Metall beschlossen und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales genehmigt. Mit der neuen DGUV Vorschrift 2 wurden die 4 bisherigen DGUV Vorschriften 2 der ehemaligen Fusionspartner (Hütten- und Walzwerks-BG, Maschinenbau- und Metall-BG, BG Metall Nord Süd und Holz BG) vom 31. Dezember 2010 abgelöst.

Für Betriebe bis zu 10 Beschäftigte und für Betriebe, die sich für die "Alternative Betreuung" (Unternehmermodell) entschieden haben, ergeben sich durch die DGUV Vorschrift 2 im Vergleich zu der früheren BGV A2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (gültig bis 31. Dezember 2010) keine Änderungen. Allerdings wurde die Grenze, bis zu der die "Alternative Betreuung" möglich ist, einheitlich auf 50 Beschäftigte festgelegt.

Die Kernpunkte der Vorschrift für Betriebe in der Regelbetreuung sind:

  • Unternehmen werden nach ihrem Betriebszweck für das gesamte Unternehmen in eine von drei Betreuungsgruppen eingeordnet. 
  • Der Umfang der Gesamtbetreuung resultiert für jeden Betrieb aus einer feststehenden Grundbetreuung (je nach Betreuungsgruppe) und einer ergänzenden betriebsspezifischen Betreuung bzw. einer anlassbezogenen Betreuung.
  • Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist Bestandteil des Zeitrahmens des Betriebsarztes (betriebsspezifischer Anteil)

Der betriebsspezifische Teil des Personalaufwandes kann passgenau und unter Einbindung von Betriebsrat, Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit durch jeden Betrieb mit dem Anhang 4 der Vorschrift festgelegt werden.

Alternativ hat die BGHM einen Handlungsleitfaden erstellt, aus dem der Zeitrahmen für die betriebsspezifische Betreuung und für die Gesamtbetreuung entnommen werden kann:

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