Psychische Belastungen

Arbeitsbedingte psychische Belastung kann als Einwirkung auf Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Verhalten zu unterschiedlichen, sowohl positiven als auch negativen, Beanspruchungsfolgen bei Beschäftigten führen. Positive Auswirkungen sind beispielsweise Aktivierung, Freude oder Motivierung. Zu den negativen Auswirkungen zählen Stress oder psychische Ermüdung. Eine Vermeidung arbeitsbedingter psychischer Belastung ist nicht möglich, psychische Belastungsfaktoren sollten aber im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung unter Beteiligung der Beschäftigten bestmöglich gestaltet werden. Durch eine gute Gestaltung der Arbeitsbedingungen und Qualifizierung der Beschäftigten, auch unter psychischen Gesichtspunkten, werden Leistungsfähigkeit und Produktivität sowie Wohlbefinden und Gesundheit der Beschäftigten mittel- bis langfristig positiv beeinflusst.

Selbstbewertung:

Aussagen A
ja
B
eher ja
C
eher nein
D
nein
E
nicht zu- treffend
1 Eine Gefährdungsabschätzung hinsichtlich psychischer Belastungen wurde durchgeführt.*
2 Die Beschäftigten haben abwechselnde, vielseitige, fordernde Arbeitsaufgaben, die ihren Fähigkeiten entsprechen.
3 Die Beschäftigten können mit ihren Arbeitsmitteln (Werkzeuge, Maschinen, Computer etc.) störungsfrei arbeiten.
4 Das Betriebsklima hat positiven Einfluss auf die Motivation und die Arbeitsfreude der Beschäftigten.
5 Die Beschäftigten arbeiten bei gut gestalteten Umgebungsbedingungen (Lärm, Klima, Beleuchtung, Gefahrstoffe, mechanische Gefährdungen etc.).
6 Die Arbeitsabläufe sind transparent und Verantwortungsbereiche klar abgegrenzt.
7 Die Beschäftigten bewältigen ihre Arbeit in ihrer täglichen Regelarbeitszeit.
  Spaltensumme der Punkte:  -  -  -  -  -

 

Ihr Ergebnis: ...
4 - 7 Pkt Höchste Zeit zum Handeln! Wir unterstützen Sie bei Analyse und Prävention.*
2 - 3 Pkt Prüfen Sie! Auf die Beschäftigten einwirkende Einflüsse sollten optimiert werden.
0 - 1 Pkt Sie sind auf dem richtigen Weg! Die Beschäftigten finden gute Voraussetzungen vor.

* Lassen Sie sich bei der Analyse und der Gefährdungsbeurteilung durch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder Ihre Betriebsärztin/Ihren Betriebsarzt unterstützen. Eine reguläre Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz muss in jedem Fall separat durchgeführt werden, hierfür können Ergebnisse dieser Selbstbewertung genutzt werden.

Anmerkung: Wesentliche Merkmale arbeitsbedingter psychischer Belastung sowie mögliche kritische Ausprägungen haben die Sozialpartner in ihrer „Gemeinsame[n] Erklärung zur Psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz“ veröffentlicht (Hrsg.: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 9/2013)

Handlungsempfehlungen:

Analysieren Sie: Wie kooperieren Unternehmensleitung, Führungskräfte und Beschäftigten? Wie halten Ihre Teams zusammen? Wie gut sind Ihre Beschäftigten eingesetzt und ausgebildet? Wie gut funktioniert die Gesamtorganisation? Wie planvoll koordinieren sich die Teams? Wie anforderungsgerecht ist die Arbeit? Wie günstig sind die Ausführungsbedingungen für die einzelnen Beschäftigten?

Gestalten Sie: Sorgen Sie für lern- und persönlichkeitsförderliche Arbeitsaufgaben und -strukturen. Ermöglichen Sie störungsfreie Arbeitsstrukturen und -abläufe. Integrieren Sie eine Unternehmenskultur gegenseitiger Wertschätzung. Beziehen Sie die Aspekte des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes mit ein. Schaffen Sie unterstützende Rahmenbedingungen, die den Beschäftigten den Alltag und die Balance zwischen Beruf und Familie erleichtern.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Broschüren: 

Internet: Toolbox - Instrumente zur Erfassung psychischer Belastungen (www.BAuA.de); BAuA-Portal Gefährdungsbeurteilungen "Psychische Belastung" (www.gefaehrdungsbeurteilung.de)

 

Die Checkliste "Psychische Belastungen" steht auch als Download zur Verfügung.