Ganzkörper-Vibrationen

Ganzkörper-Vibrationen sind Schwingungen, die durch Gegenstände auf den gesamten menschlichen Körper übertragen werden, wie
etwa von Fahrzeugen oder Gabelstaplern, besonders bei unebenem Untergrund. Sie können zu einer mittelbaren oder unmittelbaren
Belastung der Beschäftigten, insbesondere zu Rückenschmerzen und Wirbelsäulenschäden führen. Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung gibt Expositionsgrenzwerte und Auslösewerte für Schutzmaßnahmen vor. Sind diese Werte überschritten,
müssen entsprechende Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu gehören u. a. die Angebots-/Pflichtvorsorge gemäß der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge.

Selbstbewertung:

Aussagen A
ja
B
eher ja
C
eher nein
D
nein
E
nicht zu- treffend
1 Es wurde eine Gefährdungsbeurteilung für Ganzkörper-Vibrationen durchgeführt und festgestellt, ob Auslösewerte bzw. Expositionsgrenzwerte gem. LärmVibrationsArbSchV sicher eingehalten werden.*
2 Die Fahrzeuge verfügen über schwingungsgedämpfte Sitze/Kabinen.
3 Die Beschäftigten stellen die Sitze auf ihr Körpergewicht und ihre Körpergröße ein.
4 Die Fahrwege sind eben.
5 Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist den Bedingungen angepasst.
6 Die Beschäftigten sind über das richtige Verhalten unterwiesen.
7 Die Beschäftigten nehmen an arbeitsmedizinischen Vorsorge nach Berufsgenossenschaftlichem Grundsatz G 46 teil.
  Spaltensumme der Punkte:  -  -  -  -  -

 

Ihr Ergebnis: ...
4 - 7 Pkt Höchste Zeit zum Handeln! Wir unterstützen Sie bei Analyse und Prävention.*
2 - 3 Pkt Prüfen Sie! Die Bedingungen bei Ganzkörper-Vibrationen sollten optimiert werden.
0 - 1 Pkt Sie sind auf dem richtigen Weg! Die Beschäftigten finden gute Voraussetzungen vor.

* Lassen Sie sich bei der Analyse und der Gefährdungsbeurteilung durch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder Ihre Betriebsärztin/Ihren Betriebsarzt unterstützen. Eine reguläre Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz muss in jedem Fall separat durchgeführt werden, hierfür können Ergebnisse dieser Selbstbewertung genutzt werden.

Handlungsempfehlungen:

Analysieren Sie: Welche Fahrzeuge haben Sie im Unternehmen? Wie sind diese ausgestattet? Gibt es andere Arbeitsplätze mit Vibrationsbelastungen für den ganzen Körper? Welche Wege müssen die Fahrenden in ihren Fahrzeugen zurücklegen? Welche Verkehrsbedingungen herrschen vor? Sind die Reifen auf die Untergründe abgestimmt? Haben Sie Ihre Beschäftigten zu möglichen Gefährdungen unterwiesen und zu gesundheitsgerechtem Verhalten motiviert?

Gestalten Sie: Schaffen Sie ebene Verkehrswege ohne „Schlaglöcher“ oder Schwellen. Berücksichtigen Sie bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen die ergonomischen Belange (insbesondere: schwingungsgedämpfter Fahrersitz!). Passen Sie die vorgegebenen Geschwindigkeiten den Sicherheitsanforderungen einschließlich Vibrationsminderung an. Beziehen Sie Ihre Beschäftigten mit ein.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Technische Regel:

Broschüren: 

Internet: Fachinformationen bei DGUV FB HM SG EM TF Vibrationen (Link: DGUV);
BAuA-Portal Gefährdungsbeurteilungen "Physikalische Einwirkungen/ Ganzkörpervibrationen" (www.gefaehrdungsbeurteilung.de)

 

Die Checkliste "Ganzkörper-Vibrationen" steht auch als Download zur Verfügung.