Erhöhte Krafteinwirkung

Zu den Tätigkeiten mit erhöhter Kraftanstrengung und/oder Krafteinwirkung zählen das „Steigen“ und „Klettern“ sowie andere Aktivitäten mit grobmotorischen Kräften zur Maschinenbedienung, Werkzeughandhabung oder Positionierung (z. B. Schrauben, Schleifen, Bohren mit handgehaltenen Werkzeugen, Demontage von festsitzenden Verschraubungen). Belastungen ergeben sich für den Kreislauf, aber auch für das Muskel-Skelett-System infolge der Dauer oder Häufigkeit von Bewegungs- und Haltungskräften sowie ungünstigen Körperhaltungen.

Selbstbewertung:

Aussagen A
ja
B
eher ja
C
eher nein
D
nein
E
nicht zu- treffend
1 Eine Gefährdungsabschätzung für Arbeitsplätze mit erhöhter Kraftanstrengung oder -einwirkung wurde durchgeführt.*
2 Die Beschäftigten arbeiten ohne regelmäßiges/ häufiges Steigen, Klettern oder häufige/ regelmäßige große Kraftaufwendungen.
3 Die Beschäftigten erhalten ausreichende Erholzeiten oder wechseln zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten.
4 Die Beschäftigten empfinden die Tätigkeit als nicht beanspruchend.
5 Die Beschäftigten sind über richtige Verhaltensweisen und optimale Arbeitshaltungen unterwiesen.
6 Die Beschäftigten nehmen an arbeitsmedizinische Vorsorge nach Berufsgenossenschaftlichem Grundsatz G 46 teil.
7 frei
  Spaltensumme der Punkte:  -  -  -  -  -

 

Ihr Ergebnis: ...
4 - 6 Pkt Höchste Zeit zum Handeln! Wir unterstützen Sie bei Analyse und Prävention.*
2 - 3 Pkt Prüfen Sie! die Bedingungen bei erhöhten Krafteinwirkungen an Arbeitsplätzen.
0 - 1 Pkt Sie sind auf dem richtigen Weg! Die Beschäftigten finden gute Voraussetzungen vor.

* Lassen Sie sich bei der Analyse erhöhter Krafteinwirkungen an Arbeitsplätzen durch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder Ihre Betriebsärztin/Ihren Betriebsarzt unterstützen. Eine reguläre Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz muss in jedem Fall separat durchgeführt werden, hierfür können Ergebnisse dieser Selbstbewertung genutzt werden.

Handlungsempfehlungen:

Analysieren Sie: Welche Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen führen zu erhöhter Kraftanstrengung und/ oder Krafteinwirkung? Haben Sie ein angemessenes Arbeitspensum festgelegt? Gibt es für regelmäßige Arbeiten mechanisierte Hilfsmittel? Haben Sie Ihre Beschäftigten zu möglichen Gefährdungen unterwiesen und zu gesundheitsgerechtem Verhalten motiviert?

Gestalten Sie: Sorgen Sie für gute Arbeitsbedingungen mit ausreichend Bewegungsraum. Berücksichtigen Sie Montage- und Wartungsflächen, geeignete Anschlagpunkte für die Krafteinleitung und ergonomisch günstige Griffgestaltung. Stellen Sie gewichtsreduzierte Werkzeuge und ggf. Spezialwerkzeuge zur Verfügung. Beziehen Sie Ihre Beschäftigten mit ein.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Broschüren: 

Internet: BAuA-Portal Gefährdungsbeurteilungen "Physische Belastungen/ Arbeitsschwere" (www.gefaehrdungsbeurteilung.de)

 

Die Checkliste "Erhöhte Krafteinwirkung" steht auch als Download zur Verfügung.