Das können Sie tun

Krankheit kostet

Erhöhte oder zu hohe Belastungen können die Leistung der Beschäftigten und damit den Erfolg des Unternehmens schmälern. Sie führen häufig zu Erkrankungen und in deren Folge zu Fehlzeiten und Störungen im Betrieb. Außerdem verursachen sie zusätzliche Kosten.

Was bedeutet das für Ihren Betrieb?

Viele Maßnahmen sind geeignet, die Fehlbelastungen durch Über- oder Unterforderung zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Für ein optimales Ergebnis ist es meistens notwendig, mehrere Aktionen miteinander zu kombinieren. Technische Maßnahmen sollten dabei grundsätzlich den Vorrang vor organisatorischen oder personenbezogenen haben, dies beschreibt das "TOP-Prinzip" der Prävention:

T echnische Maßnahmen,
O rganisatorische Maßnahmen,
P ersonenbezogene Maßnahmen.

Mehrdimensionale Konzepte wirken nachhaltig

Das Kernziel, also die Häufigkeit von Muskel- und Skeletterkrankungen in den Betrieben langfristig zu senken, lässt sich nur mit einer facettenreichen Strategie erreichen. Das geht aus vielen wissenschaftlichen Untersuchungen hervor. Deshalb gilt auch für Präventionskampagnen der gesetzlichen Unfallversicherung: Verhältnis- und Verhaltensprävention bedingen einander.

Basis ist somit ein mehrdimensionales Konzept, das Verhältnis- und Verhaltensprävention sinnvoll miteinander vernetzt und alle beteiligten Akteure gleichermaßen einbezieht. Für die Betriebe heißt das: Einzelne Strohfeuer mit Unterweisung und Rückenschule für Beschäftigte reichen nicht aus, Krankenstände und Produktivitätsausfall langfristig zu senken. Erfolgversprechend sind nur mehrere in einem umfassenden Präventionspaket miteinander verknüpfte Maßnahmen. Dem TOP-Prinzip entsprechend heißt dies konkret:

  • Arbeitsplätze menschengerecht gestalten und ergonomische Arbeitsmittel einsetzen
  • effiziente und gesundheitserhaltende, möglichst gesundheitsförderliche Arbeitsorganisation und Arbeitsaufgaben
  • Beteiligung der Beschäftigten und Zusammenarbeit mit ihnen auf Augenhöhe
  • Ausgleichsübungen und Sportangebote mit dem Ziel, die Koordination des Bewegungsapparats zu verbessern, die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu erhalten oder zu erhöhen.

Tipp

Eine wegweisende Studie (iga.Fakten 2) der gesetzlichen Unfallversicherung und Krankenkassen:

Starke Muskeln, gesunde Knochen – beweglich bleiben im Beruf (Link: iga)