Der Sicherheitspreis der Berufsgenossenschaft Holz und Metall

Prävention durch Vorbilder und Eigenverantwortung

Der Sicherheitspreis der BGHM für die "Kultur der Prävention"

BGHM zeichnet Saar Stahlbau GmbH für Arbeitsschutzprogramm aus

„Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen so gesund nach Hause gehen, wie sie zur Arbeit gekommen sind.“ Das ist das Motto der Saar Stahlbau GmbH in Völklingen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren mit vielen verschiedenen Maßnahmen ein umfassendes Arbeitsschutzkonzept entwickelt. Dafür hat die BGHM jetzt den Schlauen Fuchs - Kultur der Prävention vergeben.

Führungskräfte als Vorbild

Eine besondere Rolle für die Prävention spielen die Führungskräfte. Sie alle gemeinsam haben bereits vor einigen Jahren eine gemeinsame Verpflichtung zur Sicherheit und Gesundheit unterschrieben und möchten darüber hinaus Vorbild in Sachen Arbeitsschutz sein. „Es fällt auch mir immer wieder auf, dass sämtliche Führungskräfte inklusive der Geschäftsführung ein Bewusstsein und vor allem offene Ohren für alle Themen rund um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben“, sagt Stefan Thiele, als Aufsichtsperson der BGHM zuständig für Saar Stahlbau.  

15 Sekunden für die eigene Sicherheit

Neben der Vorbildfunktion der Führungskräfte und vielen weiteren Maßnahmen setzt man bei Saar Stahlbau aber auch auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf deren Beteiligung. Dazu werden sie im unternehmenseigenen Seminar „Arbeitsschutz fängt bei mir an“ regelmäßig geschult. In monatlichen „Sicherheitsviertelstunden“ haben sie zusätzlich die Möglichkeit, ihre Vorgesetzten direkt auf mögliche Probleme anzusprechen. Jeweils vor Aufnahme einer Tätigkeit sollen sich die Beschäftigten zudem 15 Sekunden Zeit nehmen – Motto: „15 Sekunden für meine Sicherheit“. Dabei geht es etwa darum, ob sie die richtige Persönliche Schutzausrüstung angelegt haben, ob das notwendige Werkzeug vorhanden ist und ob der Ablauf der Tätigkeit korrekt geplant ist. In Arbeitsgruppen erstellen die Beschäftigten außerdem gemeinsam mit den Arbeitsschutz-Verantwortlichen und ihren Führungskräften jeweils selbst die zu Tätigkeit und Arbeitsbereich gehörige Gefährdungsbeurteilung. Das Unternehmen profitiere von dieser intensiven Beteiligung der Belegschaft, sagt Geschäftsführer Andreas Steffan: „Wir bekommen da wirklich viele wertvolle Tipps, was wir noch sicherer machen können, aktuell zum Beispiel zum Thema Beinahe-Unfälle.“ Das zeige, wie wichtig der Dialog zwischen Führungsebene und Belegschaft besonders im Arbeitsschutz ist. „Die Auszeichnung mit dem Schlauen Fuchs ist eine weitere Bestätigung dafür, dass wir im Arbeitsschutz auf einem sehr guten Weg sind. Das freut uns ganz besonders.“