PsyCheck 2.0

Wenn Arbeit und Stress erdrücken.

Der „PsyCheck 2.0" ist eine Methode zur Analyse und Beurteilung arbeitsbedingter Psychischer Belastung als Mitarbeiterfragebogen, neben Beobachtungs- und Workshopverfahren. Es werden wesentliche Merkmal arbeitsbedingter psychischer Belastung (im Sinne der DGUV-Vorschrift 1) tätigkeitsbezogen erfragt. Im zweiten Schritt zeigt der Ergebnisbericht Risikobereiche auf und gibt Anhaltspunkte ob Handlungsbedarf entsteht. Zusätzlich werden Hinweise zur Arbeitsgestaltung gegeben.

Theoretische Grundlagen

Das Modell der BGHM mit dem PsyCheck-Verfahren bildet die Anforderungen der folgenden Vorschriften und Leitfäden ab:

  • Arbeitsschutzgesetz
  • DGUV Vorschrift 1 und DGUV Regel 1 
  • Bildschirmarbeitsverordnung
  • GDA Leitlinie zu „Psychischen Belastungen bei der Arbeit“
  • DIN EN ISO 10075 1-3:2008
  • DIN ISO 26000:2011
  • DIN EN ISO 9241:2006
  • Gemeinsame Erklärung der Sozialpartner zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt

Grundlage bilden die folgenden wissenschaftlichen Konzepte:

  • Erweitertes Belastungs- Beanspruchungsmodell (DIN EN ISO 10075)
  • Job-Demand-Control-Model (Prof. Karasek University of Southern California Los Angeles)
  • Modell der Gratifikationskrisen (Prof. Sigrist Universität Düsseldorf) 
  • Modell der Selbstwirksamkeitserwartung (Prof. Schwarzer Freie Universität Berlin)
  • Handlungsregulations-Modell (Prof. Hacker & Prof. Richter Technische Universität Dresden)

Aussagequalität und Restriktionen des Verfahrens:

  • Erfassung und Beurteilung psychischer Belastung und Fehlbeanspruchungsfolgen als „zweiseitiges“ Screening der Arbeitssituation (Selbstbild vs. Fremdbild).
  • Objektivität und Validität können, bestätigt durch Expertenurteile und eine Verfahrensvergleich (Forschungsbericht des IAG 2012), als hinreichend angenommen werden. Es wurde zusätzlich in Zusammenarbeit mit betrieblichen Praktikern angepasst.
  • Das Verfahren erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nicht zur medizinischen Einzelfalldiagnostik. 
  • Die Verwendung von einzelnen Teilbereichen des Verfahrens behindert bzw. verfälscht die Interpretierbarkeit der Ergebnisse.
  • Die Risikobeurteilung zum Gefährdungspotenzial der Belastungsfaktoren beruht auf der Annahme der „Gauß‘schen-Normalverteilung“ und Expertenurteilen.

Methode der Datengewinnung:

  • schriftliche Befragung als Selbstbild und Fremdbild-Vergleich
  • in kleineren Betrieben auch als Beobachtungsinterview oder „Workshop-Befragung“ geeignet
    Merkmalsbereiche:

Psychische Belastung:

Arbeitsaufgaben und Arbeitsbedingungen (15 Items)
Arbeitsorganisation und soziale Bedingungen (15 Items)
spezifische Belastungen aus Führungsaufgaben (5 Items)

Beanspruchungsfolgen:

Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit (4 Items)
Stresserleben; Psychische Sättigung; Monotonieerleben; Psychische Ermüdung (19 Items)

Arbeitsabhängigkeit der Beanspruchungsfolgen (1 Item)

Tätigkeitsklasse(n): universell
Branche(n):  Holz und Metall
Durchführungszeit: 15 - 20 Minuten

Weitere Fragen

beantwortet die für Ihr Unternehmen zuständige Aufsichtsperson.
Hotline der BGHM: 0800 9990080-2 (kostenfreie Nummer) oder E-Mail