Spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden bzw. erbgutverändernden Stoffen

Die BGHM unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen bei deren Verpflichtung, regelmäßige arbeitsmedizinische Vorsorge zu organisieren, sofern diese auf Grund von Tätigkeiten mit krebserzeugenden bzw. erbgutverändernden Stoffen und Zubereitungen der Kategorie 1 oder 2 im Sinne der Gefahrstoffverordnung vom Arbeitgeber zu veranlassen oder anzubieten sind.

Die vom Arbeitgeber auch nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses weiterhin anzubietende nachgehende Vorsorge, kann unter bestimmten Voraussetzungen auf den zuständigen Unfallversicherungsträger übertragen werden.

Hierfür haben die Unfallversicherungsträger zentrale Dienste eingerichtet, die sicherstellen, dass Beschäftigten und ehemals Beschäftigten nach Ausscheiden aus einer solchen Tätigkeit auch weiterhin Arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten wird. 

Kostenträger

Die Kosten der arbeitsmedizinischen Vorsorge sind vom Arbeitgeber zu tragen.

Nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses werden die Kosten der nachgehenden Vorsorge vom zuständigen Unfallversicherungsträger übernommen, sofern ihm die weitere Organisation vom Arbeitgeber übertragen wurde und der oder die Beschäftigte eingewilligt hat.

Organisationsdienste

Bei Expositionen gegenüber asbestfaserhaltigem oder keramikfaserhaltigem Staub: GVS-Gesundheitsvorsorge

Bei Expositionen gegenüber allen übrigen krebserzeugenden Stoffen sowie ionisierenden Strahlen: Organisationsdienst für nachgehende Untersuchungen (ODIN)

Aufgabe der BGHM ist es, als Bindeglied zwischen ihren Mitgliedsbetrieben und Versicherten sowie den Organisationsdiensten GVS und ODIN zu fungieren.
Informationen und Aufgaben zur arbeitsmedizinischen Vorsorge werden gebündelt, fehlende Unterlagen eingeholt, der Kontakt zu den Versicherten wie auch den Arbeitgebern gehalten, um diese bei der Umsetzung ihrer gesetzlichen Verpflichtung unterstützen zu können (neben der Kommunikation und Prüfung eingehender Anzeigen über den Umgang mit/der Exposition gegenüber krebserzeugenden Stoffen und ionisierenden Strahlen beinhaltet die Tätigkeit diverse Recherchen bei Arbeitgeberwechsel, Änderungen bei den Kontaktdaten bis hin zur Weitergabe der Nachuntersuchungsfristen mit ergänzenden Hinweisen für Arbeitgeber und Versicherte).

Weitere Fragen

Sandra Kopp, Telefon: (06131) 802-18550, Fax: (06131) 802-28550
E-Mail: Sandra.Kopp@bghm.de