Versicherungsschutz im Ausland

Auslandsarbeit

 

Entsendung

Beschäftigte, die im Rahmen ihres inländischen Arbeitsverhältnisses für einen begrenzten Zeitraum ins Ausland entsandt werden, sind bei der BGHM gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Voraussetzung: Der Sitz des Beschäftigungsunternehmens befindet sich in Deutschland und die Dauer der Entsendung ist von vornherein zeitlich begrenzt (im EU-Ausland: 24 Monate). 

Auslandsversicherung

Sofern kein Versicherungsschutz besteht, weil die Entsendefrist überschritten ist bzw. der Auslandsaufenthalt unbefristet ist, bietet die BGHM die Möglichkeit, eine Auslandsversicherung abzuschließen. Nähere Auskünfte hier. Nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen Mitarbeiter, die im Ausland angestellt oder in einer selbständigen Niederlassung beschäftigt werden.

Hilfe im Ausland  

Mit dem Notfalltelefon +49 6131 802 18008 erhalten Sie von uns Hilfe bei einem Arbeitsunfall im Ausland.

Die BGHM ist in Kooperation mit der Firma MD Medicus Assistance Service GmbH 24 Stunden täglich unter dieser Telefonnummer erreichbar. So kann in Notfällen schnelle und kompetente Hilfe bei der Klärung und Sicherstellung der geeigneten medizinischen Versorgung unserer Versicherten im Ausland organisiert werden. Dies kann zum Beispiel die Vermittlung von Fachärzten oder die Verlegung in eine Spezialklinik bis hin zum medizinisch notwendigen Rücktransport zur Behandlung in Deutschland sein.

Nach der Unfallmeldung wird sofort Kontakt mit den behandelnden Ärzten vor Ort aufgenommen, so dass alle Fragen zur Diagnostik, Behandlung und Kostenübernahme etc. geklärt werden können. MD Medicus erhebt Ihre dazu erforderlichen personenbezogenen Daten in unserem Auftrag. Informationen zu dieser Datenerhebung erhalten Sie hier. Wenn Sie Fragen zum Datenschutz haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Nehmen Sie für Ihren Auslandseinsatz die Notruf-Visitenkarte der BGHM mit. Diese können Sie zum Beispiel für sich oder für Ihre Mitarbeiter/innen per E-Mail bei uns bestellen.   

Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (BREXIT)

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat am 29.03.2017 den Austritt aus der Europäischen Union erklärt (Brexit). Die Austrittsfrist endet am 31.10.2019. Derzeit ist noch offen, ob mit dem Ausscheiden aus der EU ein Austrittsabkommen in Kraft tritt oder der Austritt ungeregelt (No-Deal-Brexit) erfolgt. 

Nähere Informationen für insbesondere entsandte Versicherte, die sich aufgrund ihrer Berufstätigkeit nur vorübergehend im Vereinigten Königreich aufhalten, finden Sie hier.

Bisher besteht für im Vereinigten Königreich dauerhaft lebende Versicherte unter Vorlage der Anspruchsbescheinigen DA 1 bzw. E 123 Anspruch auf medizinische Versorgung (sog. Sachleistungsaushilfe). Im Falle eines No-Deal-Brexit wäre das koordinierende Verordnungsrecht ab 01.11.2019 nicht mehr anwendbar und die aushilfsweise Erbringung von Sachleistungen nicht mehr möglich. Anspruchsbescheinigungen auf Sachleistungsaushilfe würden dann ihre Gültigkeit verlieren. Sofern wegen der Folgen eines Versicherungsfalles medizinische Leistungen benötigt werden, wären diese somit selbst zu beschaffen. Die Rückerstattung der dabei entstehenden Kosten erfolgt nach Einreichung der entsprechenden Rechnungen grundsätzlich in voller Höhe, allerdings unter Beachtung vergleichbarer deutscher Inlandssätze.

 

Weitere Informationen: