Versicherungsschutz

Ärztin

Berufskrankheiten

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die in der sogenannten Berufskrankheiten-Liste (BK-Liste) der Anlage 1 zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) aufgeführt sind oder die nach neuen medizinischen Erkenntnissen durch den Beruf verursacht sind.

Als Berufskrankheiten kommen nur solche Erkrankungen in Frage, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind, denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind.

Der bloße Zusammenhang einer Erkrankung mit einer beruflichen Tätigkeit reicht allein nicht aus. Die so genannten Volkskrankheiten wie Muskel- und Skeletterkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können deshalb in der Regel keine Berufskrankheiten sein.

Die Liste der Berufskrankheiten wird von der Bundesregierung durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Ist eine Erkrankung nicht in der BK-Liste enthalten, gibt es die Möglichkeit, in Einzelfällen eine Erkrankung "wie eine Berufskrankheit" anzuerkennen, sofern entsprechende neue Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft vorliegen. 

Näheres hierzu finden Sie in den Merkblättern sowie wissenschaftlichen Begründungen zur BK-Liste.

Anzeige

Der Verdacht auf eine Berufskrankheit muss der Berufsgenossenschaft gemeldet werden. Hierzu sind Unternehmer und Ärzte verpflichtet.