Meldung von Unfall und Berufskrankheit

Unfallanzeige

Unfallanzeige

Die Unternehmer sind nach § 193 SGB VII verpflichtet, jeden Arbeitsunfall oder Wegeunfall zu melden,

  • der eine mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit
  • oder den Tod der/des Versicherten zu Folge hat.

Für die Dreitages-Frist ist die Anzahl der Kalendertage der Arbeitsunfähigkeit entscheidend und nicht, wie viele Arbeitstage ausgefallen sind. Das heißt, Samstage, Sonn- oder Feiertage sind mitzuzählen, es sei denn, die Arbeitsunfähigkeit ist erst später eingetreten. 

Die ausgefüllte Unfallanzeige ist innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Unfalls an die für den Betrieb zuständige Bezirksverwaltung der BGHM und ein weiteres Exemplar an die für den Arbeitsschutz zuständige Behörde (z. B. Gewerbeaufsichtsamt) zu senden. Weiteres finden Sie auch in den Erläuterungen zur Unfallanzeige. Unfälle, die nicht meldepflichtig sind und nicht bei der BG angezeigt werden müssen, sollten innerhalb der Firma dokumentiert werden (Verbandbuch).

Hinweis: Bei einer Arbeitnehmerüberlassung muss der Verleiher seiner zuständigen BG (in der Regel die Verwaltungs-BG) den Unfall des Leiharbeitnehmers melden. Aus Gründen der Unfallverhütung muss auch der Entleiher den Unfall der für sein Unternehmen zuständigen BG melden (in der Unfallanzeige bei Ziffer 9. den Status „Leiharbeitnehmer“ ankreuzen).

Hinweis

  • Schwere Unfälle: Service-Hotline +49 (0)800 999 0080-3
    Melden Sie schwere Unfälle bitte so schnell wie möglich, damit wir uns um die medizinische Behandlung kümmern können. Bei tödlichen Arbeitsunfällen rufen Sie uns bitte auch umgehend an.

  • Notfalltelefon Ausland: +49 (0)6131 802 18008 
    Weitere Informationen finden Sie hier.


Für Notfälle sind wir unter diesen Rufnummern 24 Stunden täglich erreichbar.

Anzeige Berufskrankheit

Ärzte sind gesetzlich verpflichtet, den Verdacht auf eine Berufskrankheit dem Unfallversicherungsträger zu melden. Dies gilt auch für die Arbeitgeber und die Krankenkassen, wenn Anhaltspunkte bestehen, dass Versicherte an einer Berufskrankheit leiden. Betroffene können ihre Erkrankung auch selbst bei ihrer Berufsgenossenschaft melden.

Neuer Service für Ärzte

Das neue "BK-Info"-Portal erleichtert die ärztliche Verdachtsanzeige. Mit Hilfe eines neuen digitalen Nachschlagwerks der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) können Ärztinnen und Ärzte vereinfacht herausfinden, ob ein Verdacht auf eine BK vorliegt oder nicht. Eine Suchfunktion ermöglicht es, anhand des ICD-10-Schlüssels schnell zu recherchieren, welche BK für die jeweilige Diagnose in Betracht kommen.

Mehr Informationen erhalten Sie bei der DGUV