Symposium des Fachausschusses MFS
Minimalmengenschmierung (MMS, Januar 2006)
Beiträge und Vorträge
Vor dem Hintergrund der Neufassung der BGI 718 veranstaltete der Fachausschuss MFS ein Symposium zum Thema "Minimalmengenschmierung in der spanenden Fertigung" in der berufsgenossenschaftlichen Bildungsstätte Lengfurt. Weit über 140 Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, um sich über diese Technologie, die in zunehmenden Maße in der Produktion metallverarbeitender Betriebe Einzug hält, zu informieren. Hier die Beiträge mit Kurzbeschreibung als Download.
- Funktionsprinzip Minimalmengenschmierung
- Der optimale Schmierstoff
- Die trockengerechte Werkzeugmaschine
- Das passende Werkzeug
- Das präzise MMS-Dosiersystem
- MMS-Bearbeitung in der Praxis
- MMS im Einsatz: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen
- Expositionsmessungen im Maschineninnenraum
- Brand- und Explosionskenngrößen brennbarer Stäube / Gefährdungen bei der Aluminiumbearbeitung mit MMS
1. Funktionsprinzip Minimalmengenschmierung
Referent: Herr Pabst (WBK Karlsruhe)
Mit seinem Vortrag zum Thema "Funktionsprinzip Minimalmengenschmierung" bildete Herr Pabst den Einstieg in die Thematik. Er erläuterte zunächst das Prinzip der Trockenbearbeitung im Vergleich zur herkömmlichen Nassbearbeitung.
2. Der optimale Schmierstoff
Referentin: Frau Freiler (Fa. Fuchs Europe, Mannheim)
Frau Freiler informierte aus Sicht der Schmierstoffhersteller über die Eigenschaften von Schmierstoffen und die maßgeblichen Kriterien zur Verwendung des geeigneten Schmiermittels. Sie ging der Frage nach, wie sich unterschiedliche Schmierstofftypen verhalten und welche Parameter der Anwender bei der Auswahl des geeigneten Mediums beachten muss.
3. Die trockengerechte Werkzeugmaschine
Referent: Herr Welb (Fa. Cross-Hüller)
Herr Welb beschrieb die grundlegenden Merkmale der "trockengerechten Werkzeugmaschine" und erläuterte, wie auch anfänglichen Schwierigkeiten bei der Einführung dieser Technologie effektiv begegnet wurde.
4. Das passende Werkzeug
Referent: Herr Gsänger (Fa. Gühring, Albstadt)
Die Vorzüge der MMS aus der Sicht der Werkzeugkonstrukteure war das Präsentationsthema von Herrn Gsänger. Er beschrieb die Kriterien zur Auswahl der passenden Werkzeuge.
5. Das präzise MMS-Dosiersystem
Über die Wirkungsweise von 1- und 2-kanaligen präzisen MMS-Dosiersystemen informierten die Herren Chlupka und Keppler.
Referenten:
1-Kanal-Systeme: Herr Chlupka (Willi Vogel AG)
2-Kanal-Systeme: Herr Keppler (Bielomatik Leuze GmbH)
6. MMS-Bearbeitung in der Praxis
Wie die MMS-Bearbeitung erfolgreich in die Praxis umsetzt wird und welche Lösungen bei der Umstellung von der Nass- zur Trockenbearbeitung gefunden wurden, ging aus den Ausführungen der Referenten eindrucksvoll hervor.
Referenten:
Herr Palm(Heidelberger Druckmaschinen AG., Wiesloch)
Herr Fuchs (Heidelberger Druckmaschinen AG., Wiesloch)
Herr Dr. Zielasko (Daimler-Chrysler, Stuttgart)
7. MMS im Einsatz: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen
Referentin: Frau Dr. Adam (BG Holz und Metall, Mainz)
Aus berufsgenossenschaftlicher Sicht erläuterte im Anschluss Frau Dr. Adam Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei der MMS im Einsatz. Sie ging auf die Themen Reinigung, Unterweisung sowie allgemeine Schutzmaßnahmen ein.
8. Expositionsmessungen im Maschineninnenraum
Referent: Herr Wolf (Messt. Dienst, BG Holz und Metall, Mainz)
Ein wichtiges Kriterium zur Einschätzung von Brand- und Explosionsrisiken ist die Einschätzung der Verhältnisse im Innenraum der Maschine. Herr Wolf beschrieb ein neues Messsystem sowie das angewendete Verfahren zur Bestimmung der Verhältnisse im Innenraum der Maschine.
9. Brand- und Explosionskenngrößen brennbarer Stäube / Gefährdungen bei der Aluminiumbearbeitung mit MMS
Referenten: Frau Dr. Hesener (EXAM BBG Prüf- und Zertifizier GmbH, Bochum)
Herr Beck (BGIA, Sankt Augustin)
Den abschließenden Part dieser informationsreichen Veranstaltung gestalteten im angeregten Dialog Frau Dr. Hesener gemeinsam mit Herrn Beck. Sie verdeutlichten die Kriterien, die bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich Brand- und Explosionsschutz zu beachten sind.


