Vorsicht beim Austausch von Antriebsreglern

- Zwischenkreisabdeckung mit Brand- und Schmelzspuren (Bild BGM)
Januar / Februar 2009
Dr.-Ing. Matthias Umbreit, c/o Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd, Mainz
Antriebsregelgeräte werden insbesondere in Bearbeitungsmaschinen zur positionsgenauen Regelung von Servomotoren eingesetzt. Die einzelnen Achsmodule sind über einen gemeinsamen Gleichstromzwischenkreis miteinander verbunden. Hierüber erfolgt die Ein- und Rückspeisung der elektrischen Energie.
Nach einem Austausch eines oder mehrerer Achsmodule, z. B. nach Reparatur der Maschine, darf die Energieversorgung erst wieder eingeschaltet werden, wenn alle Abdeckungen der Zwischenkreisschienen wieder vollständig geschlossen sind. Je nach Type liegen am Zwischenkreis ca. 600 V Gleichspannung an. Nach der berufsgenossenschaftlichen Vorschrift BGV A3 darf die Maschine in keinem Fall bei noch offen liegendem Zwischenkreis „getestet“ werden.
Ebenso wenig dürfen die Zwischenkreisabdeckungen bei eingeschalteter Maschine montiert oder demontiert werden. Je nach Ausführung befinden sich an den Zwischenkreisabdeckungen über eine Metalllitze geerdete Kontaktklammern zur Ableitung von EMV-Störungen. Bei der Montage oder Demontage der Abdeckungen kann es leicht zur Berührung dieser Kontaktklammern mit den Zwischenkreisschienen kommen. Die Folge ist ein Kurzschluss vom Netz nach Erde mit erheblichem Lichtbogen.


