Brand- und Explosionsschutz an Werkzeugmaschinen: der „rote Faden“ gegen Millionenschäden

März 2008
Dipl.-Ing. Harald Sefrin, c/o Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd, Mainz

Zur Realisierung einer effizienten, wirtschaftlichen Bearbeitung kommen zunehmend niedrigviskose, brennbare Kühlschmierstoffe (KSS) in Werkzeugmaschinen zum Einsatz. Dieser Trend rückt die Thematik Brand- und Explosionsschutz an Werkzeugmaschinen verstärkt in den Vordergrund.

Je nach Bearbeitung können im Innenraum einer Werkzeugmaschine durchaus heftige Reaktionen der Ölnebel mit Folgebrand auftreten. Durch die Zündung des KSS-Luft Gemisches im Innenraum können Flammenaustritte aus Undichtigkeiten, aufgedrückten Gehäusetüren, Beschickungs- und Entnahmeöffnungen sowie aus Druckentlastungsöffnungen auftreten. In der Vergangenheit wurden bei schneller Brandausbreitung infolge Stillstand der Produktion bis hin zum völligen Abbrand der Werkshalle Schäden in Millionenhöhe verursacht.

Um die Mitarbeiter bei der Benutzung von Werkzeugmaschinen vor Brand- und Explosionsgefahren möglichst umfassend und wirksam zu schützen, hat der Fachausschuss Maschinenbau Fertigungssysteme, Stahlbau eine Broschüre zu diesem Thema erarbeitet. Darin werden Maßnahmen gegen Brand- und Explosionsgefährdungen beim Betrieb von Werkzeugmaschinen mit nichtwassermischbaren, brennbaren Kühlschmierstoffen beschrieben. Die Broschüre richtet sich an den Unternehmer und gibt Hinweise, die auch der Hersteller beim Inverkehbringen einer Werkzeugmaschine berücksichtigen kann, um die Anforderungen der Maschinenrichtlinie bezüglich Brand- und Explosionsschutz zu erfüllen.

In der Broschüre werden sowohl Schutzkonzepte genannt als auch die Reihenfolge beim Umsetzen der Maßnahmen zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung („roter Faden“). Hierzu stehen Checklisten und Betriebsanweisungen zur Verfügung.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im entsprechenden Sachgebiet des FA MFS.