Psychische Belastung und Beanspruchung

Mann, gestresst

Psychische Belastung, die aus der Arbeitswelt resultiert, können bei Beschäftigten Beanspruchungsfolgen wie Glücksgefühle oder Motivationszuwächse hervorrufen.

Sie kann aber auch auf Grund spezifischer Ausprägungen in der Kombination mit fehlenden Ressourcen des Mitarbeiters Reaktionen wie Stress oder psychische Ermüdung verursachen.

Tipp

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Handlungshilfe für Kleinbetriebe finden Sie unter Gefährdungsbeurteilungen.

Manifestieren sich Beanspruchungsfolgen, d. h. sie treten oft und in einem großen Umfang auf, haben sie, auch in der Kombination mit privaten psychischen Faktoren, mittelbaren langfristigen Einfluss auf ganz unterschiedliche Bereiche. Auf der individuellen Ebene können Menschen, je nach Ausprägung der Beanspruchungsfolgen, Zufriedenheit, Gesundheit aber auch psychisch Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen o. ä. erleben. Auf der betrieblichen Ebene können sich die langfristigen Folgen der psychischen Beanspruchungssituation der Mitarbeiter in Themen wie der Gesundheitsquote, der Mitarbeiterfluktuation, der Qualität und Quantität der Arbeitsleistung oder dem Betriebsklima widerspiegeln. Die Reduktion psychischer Fehlbeanspruchungen, insbesondere Stress, stellt einen wichtigen Beitrag zur Verhütung von Unfällen dar. Das Verhalten der Beschäftigten verursacht, laut Unfallstatistik, den überwiegenden Teil der Arbeits- und Wegeunfälle. Sicherheitswidrige Verhaltensweisen, z. B. verursacht durch aus Zeitdruck resultierenden Stress, lassen sich durch eine bewusste, psychische Belastungen berücksichtigende Gestaltung von Arbeitsbedingungen vermeiden.

Eine Berücksichtigung von ausgewählten psychologischen Aspekten, die auch die Privatsphäre von Mitarbeitern berühren bzw. durch diese verursacht werden, leistet einen wichtigen Beitrag zum betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Exemplarisch seien hier Themen wie Substanzmittelmissbrauch oder auch psychische Erkrankungen genannt. Sie beeinflussen die Wahrnehmung, das Denken, das Verhalten und damit die Eignung des Mitarbeiters. Überforderungen führen unter Umständen zu einer Erhöhung der Unfallgefahren und / oder arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren.

Die betriebliche Präventionsarbeit auf dem Gebiet psychischer Belastungen und Beanspruchungen sollte in einem nachhaltig gesunden Unternehmen auf zwei Handlungsfeldern stattfinden:

  • die Beurteilung und Gestaltung der Arbeitsbedingungen mit dem Ziel, das Wohlbefinden der Beschäftigten zu optimieren, die Motivation der Beschäftigten zu verbessern sowie langfristig deren Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten (Verhältnisprävention)
  • Verbesserung der Bewältigungsmöglichkeiten und Verhaltensalternativen (Ressourcen) der Mitarbeiter beim Umgang mit betrieblichen, ggf. privaten,  Anforderungen (Verhaltensprävention)

Unterstützung der betrieblichen Präventionsarbeit auf dem Gebiet: "Psychischer Belastung und Beanspruchung" durch die BGHM

Mit einem interdisziplinären Team aus Präventionsfachleuten unterstützen wir Sie durch standardisierte Beratung und Prozessbegleitung unter dem Fokus "Hilfe zur Selbsthilfe" bei der Beurteilung und Gestaltung von arbeitsbedingten psychischen Faktoren sowie dem nachhaltigen Aufbau von betrieblichen und kollektiven Bewältigungsstrategien bzw.-ressourcen.

Unser Beratungssystem rund um das menschliche Verhalten in Organisationen hat dabei fünf Stufen:

  1. die Bereitstellung praxistauglicher Kurzinformationen zu relevanten Themen
  2. die telefonische Fachberatung
  3. die Fachberatung vor Ort
  4. die Durchführung besonderer Aktionen und spezieller Einzelseminare (intern und extern)
  5. die Durchführung und Mitgestaltung (ganzheitlicher) Beratungsprojekte in Unternehmen

Im Sinne der Qualitätssicherung überprüfen wir die Wirksamkeit unserer Aktivitäten regelmäßig.

Tipp

Ideen-Treffen

Das Sachgebiet Psyche und Gesundheit in der Arbeitswelt der DGUV hat für Kleinbetriebe eine praktische Hilfestellung erarbeitet, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Ideen stärker zu beteiligen. Kernstück des Instrumentes sind regelmäßige, nach einem festgelegten Muster ablaufende Mitarbeiterbesprechungen, sogenannte Ideen-Treffen. Das Video zeigt, wie die Ideen-Treffen funktionieren und was sie bewirken können.

Ideen-Treffen (mp4)

DGUV Information 206-007 "So geht's mit Ideen-Treffen"

Weitere Fragen

beantwortet die für Ihr Unternehmen zuständige Aufsichtsperson.
Hotline der BGHM: 0800 9990080-2 (kostenfreie Nummer) oder E-Mail