Robotik

Roboter

Industrieroboter sind fester Bestandteil unserer modernen Arbeitswelt. Sie erhöhen die Produktivität, die Fertigungsqualität und entlasten den Menschen von monotoner und schwerer körperlicher Arbeit.

Welche Sicherheitsbestimmungen gelten für Industrieroboter?

Dies ist in den Europäisch harmonisierten Normen EN ISO 10218-1 und EN ISO 10218-2 festgelegt. Diese Normen gelten gleichzeitig weltweit und können beim Beuth Verlag bezogen werden.
Informationen über die Sicherheitsanforderungen hat die Berufsgenossenschaft Holz und Metall in ihrer Schrift
DGUV Information 209-074 zusammengefasst, die kostenfrei erhältlich ist.

Tipp

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Die Experten der BGHM befassen sich mit allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei der Konstruktion und dem Betrieb von Industrierobotern und Industrieroboteranlagen. Dabei unterscheidet man:

Kollaborierende Roboter

Schutzzäune verhindern den Zutritt von Personen zu den klassischen Industrieroboteranlagen, um schweren körperlichen Verletzungen vorzubeugen. Die BGHM beteiligt sich auch an Forschungsprojekten zur Entwicklung von neuartigen, für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine geeigneten, kollaborierenden Robotersystemen. Die monotone Arbeit an jenen Plätzen, an denen bisher menschliches Eingreifen erforderlich war, übernehmen jetzt Roboter.

Damit die Verwendung von kollaborierenden Robotersystemen zum Erfolg und nicht zum Risiko wird, haben wir Ihnen eine Checkliste und eine Fachinformation zusammengestellt.

Zertifizierung von kollaborierenden Robotern

Bei Robotersystemen mit Kraft- und Druckbegrenzung ist eine direkte Zusammenarbeit von Mensch und Roboter möglich, weil bei einem Kontakt bestimmte Kraft- und Druckeinwirkungen auf den menschlichen Körper nicht überschritten werden. Die Kraft- oder Druckeinwirkung hängt natürlich von der Formgebung des Werkzeugs, des Werkstücks und aller sonstigen am Arbeitsprozess beteiligten Vorrichtungen ab. Deshalb sollten solche kollaborierenden Roboter im Verbund mit einer beispielhaften Applikation geprüft und zertifiziert werden.

Die Prüf- und Zertifizierungsstelle Maschinen und Fertigungsautomation des Fachbereichs Holz und Metall bietet Prüfungen und Zertifizierungen von kollaborierenden Robotersystemen an. Sie verfügt über modernste Messsysteme zur Bestimmung von Kraft und Druck. Gleichzeitig können auch die zur Robotersicherheit notwendigen Sicherheitsfunktionen wie z. B. sichere Geschwindigkeit und sichere Position bewertet werden. Bisher erfolgreich zertifizierte kollaborierende Robotersysteme:

  • Produktionsassistent / Roboterapplikation im kollaborierenden Betrieb, Fa. Robert-Bosch GmbH, Stuttgart (Zertifikatsnummern: MF 15013, MF 15012, MF 15005)
  • Roboterapplikation im kollaborierenden Betrieb, Fa. Kuka Systems GmbH, Augsburg (Zertifikatsnummern: MF 15016, MF 15009, MF 15006, MF 15004)
  • Roboterapplikation im kollaborierenden Betrieb, Fa. MRK-Systeme GmbH, Augsburg (Zertifikatsnummern: MF15003, MF 13003)
  • Roboter-Applikation, Fa. Tetra GmbH, Ilmenau (Zertifikatsnummer MF 13007) 

Weitere Fragen

Hotline: 0800 9990080-2 (kostenfreie Nummer) oder E-Mail