Lärm

Lärm am Arbeitsplatz empfinden wir nicht nur als störend und belästigend, Lärm kann auch Schädigungen hervorrufen oder eine erhöhte Unfallgefahr darstellen. Die Berufskrankheit "Lärmschwerhörigkeit" gehört zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten.

Tipp

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So kann Lärm

  • die Gesundheit beeinträchtigen und bleibende Schäden verursachen,
  • die Arbeitsfähigkeit für bestimmte Aufgaben einschränken oder sogar ausschließen,
  • die Leistung mindern,
  • die Kommunikation stören,
  • die Unfallgefahr erhöhen (schlechtere Erkennbarkeit von Alarm- und Warnsignalen) und
  • die Lebensqualität beeinträchtigen.

Also: Präventionsmaßnahmen sind angebracht und sinnvoll für die Arbeits- und Freizeitwelt.

Welche Regelungen gelten für Lärm bei der Arbeit?

Für Lärmexpositionen ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) und präventiv gegen hohe Spitzenschallpegel gilt die LärmVibrationsArbSchV (= Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung, eine Umsetzung der EG-Richtlinie "Lärm" 2003/10/EG). Im Schwerpunkt geht es hier um Hörminderungen und/oder Hörschäden.

Für Lärmexpositionen unter einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) gelten auch die Bestimmungen ArbStättV (= Arbeitsstättenverordnung, siehe u. a. Anhang 3.7. "Lärm"). Der Geltungsbereich umfasst im Besonderen den lästigen und störenden Lärm.

Zur Konkretisierung und Hilfen für die Prävention im Betrieb wurde die TRLV Lärm (TRLV = Technische Regel Lärm und Vibrationen) veröffentlicht. Hier finden Sie Möglichkeiten für Ihre Problemstellungen und Fragen, z. B. "Wie messe ich den Lärm?" (Teil 2 der TRLV) oder "Welche Maßnahmen gibt es?" (Teil 3 der TRLV).

Gefährdung durch Lärm am Arbeitsplatz wirksam vorbeugen

Um den Gefährdungen durch Lärm wirksam zu begegnen, ist der Arbeitgeber nach ArbSchG und LärmVibrationsArbSchV dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und dabei die auftretenden Lärmexpositionen am Arbeitsplatz fachkundig zu ermitteln und zu bewerten (-> Artikel unten: Lärmmessungen am Arbeitsplatz). So werden Gefährdungen erkannt und anschließend passende Präventionsmaßnahmen abgeleitet und durchgeführt. Also: Der Einstieg in sinnvolle Minderungsmaßnahmen an der Quelle.

Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise technische Minderungsmaßnahmen, die Unterweisung von Beschäftigten, die Bereitstellung von Gehörschutz, die Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorge, die Aufstellung eines Lärmminderungsprogramms oder die Kennzeichnung von Lärmbereichen.

Weiterführende Informationen und Downloads

Gesetze, Verordnungen und Technische Regeln

BG-Veröffentlichungen

Fachausschuss-Informationsblätter

Internet-Links

Hinweis

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Weitere Fragen

Hotline: 0800 9990080-2 (kostenfreie Nummer) oder E-Mail