Lärm und Vibrationen

Lärm und Vibrationen gehören zu den Physikalische Gefährdungen bzw. Einwirkungen bei der Arbeit und stellen in der Prävention einen wesentlichen Tätigkeitsbereich dar.
Lärm und Geräusche
Lärm (Hörschall) kann je nach Intensität und Dauer eine gesundheitsgefährdende oder schädigende Wirkung darstellen. Lärm gehört zu den häufigsten Gefährdungen hinsichtlich einer Lärmschwerhörigkeit (als Berufskrankheit) und/oder einer erhöhten Unfallgefahr am Arbeitsplatz.
Geräusche, die als lästig empfunden werden stören und können zu sog. extraauralen Wirkungen führen. Schon bei rel. niedrigen Pegelwerten kann dann z.B. eine konzentrierte Arbeit im Büro oder eine geistige Tätigkeit in einer Bibliothek beeinträchtigt werden.
Arbeitslärm höherer Ausprägung ist z. B. in der Bauindustrie, im Maschinenbau und in der Holz- und Metallbearbeitung zu finden.
Vibrationen
Vibrationen können je nach Art, Intensität und Dauer als Hand-Arm-Vibrationen (HAV) oder als Ganzkörper-Vibrationen (GKV) arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren bis hin zu Berufskrankheiten (BK 2103, BK 2104, Wie-BK Carpaltunnel-Syndrom, BK 2110) verursachen, akut können im schlimmsten Fall z.B. Knochen- und Gelenkschäden entstehen.
Im Arbeitsleben erfordern viele Tätigkeiten den direkten Kontakt zu schwingenden oder vibrierenden Arbeitsgeräten. Dabei werden die Schwingungen mehr oder weniger stark auf den menschlichen Körper übertragen. Deutschlandweit sind viele Beschäftigte diesen Belastungen ausgesetzt, z.B. durch Winkelschleifer, Meißelhämmer, Handkreissägen, Stampfer oder Mähbalken hinsichtlich der HAV, oder auf Fahrzeugen, Baggern, Radladern, Staplern, land- und forstwirtschaftliche Traktoren hinsichtlich der GKV.
Die Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich dieser Belastungen ist von fachkundigen Personen durchzuführen und teilweise umfangreich, da zusätzliche Belastungen oder Faktoren, z.B. Kälteeinfüsse oder hohe Greifkräfte zu berücksichtigen sind.
Prävention
Ziel der Prävention ist immer die Vermeidung bzw. Reduzierung der Gefährdungen nach dem Prinzip „TOP“ - technische, organisatorische, persönliche Schutzmaßnahmen sowie durch die arbeitsmedizinische Vorsorge.
Im Folgenden finden Sie ausgewählte Fachinformationen zur Gefährdungsbeurteilung und Prävention bei Belastungen durch Lärm und Vibrationen bei der Arbeit.
Die Fachinformationen und Dokumente bzw. Links stellen eine beispielhafte Auswahl wichtiger Fragestellungen dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Weitere Fragen
Hotline: 0800 9990080-2 (kostenfreie Nummer) oder E-Mail
