Holzstaubabsaugung

Filteranlage als Entwurf

Holzstaub an Arbeitsplätzen mindern

Für eine staubgeminderte Arbeitsweise in Betrieben des Tischler- bzw. Schreinerhandwerkes, Ausbildungswerkstätten usw. sind die folgenden Maßnahmen einzuhalten:

1. Die Erfassung und Absaugung von Holzstaub und -spänen

Tipp

Suchen Sie ein Dokument zum Thema? Gehen Sie direkt zur Dokumenten-Bibliothek "Holzbearbeitung".

  • Für stationäre, spanabhebende Bearbeitungsmaschinen gilt:
    - eine Mindestluftgeschwindigkeit in der Absaugung von 20 m/s (sofern vom Maschinenhersteller keine höheren Luftgeschwindigkeit gefordert wird)
    - Erfassungselemente nach BGI 739 für Altmaschinen und nicht holzstaubgeprüfte Neumaschinen
    - Neumaschinen mit Prüfzeichen „staubgeprüft“ oder „holzstaubgeprüft“
      (DGUV Test)
  • Für Handmaschinen gilt:
    - Geeignete z.B. geprüfte Industriestaubsauger der Staubklasse M nach EN 60335-2-69 zum Absaugen verwenden (siehe auch DGUV Test)
    - Bei Handschleifmaschinen und allen Handschleifarbeiten zusätzlich Absaugung über Absaugtisch

2. Luftrückführung in Arbeitsräume

  • wenn gereinigte Luft in Arbeitsräume zurückgeführt werden soll (Luftrückführung), dann ist ein Filtermaterial mit Durchlassgrad kleiner  gleich 0,5 % zu verwenden. Die Filterflächenbelastung darf höchstens   
    150 m3/m2xh betragen oder
  • Einsatz von Geräten oder Anlagen mit Baumusterprüfung (H 3) bezüglich des Reststaubgehaltes.

3. Reinigung mit geprüften Industriestaubsauger der Staubklasse M oder (H) nach EN 60335-2-69 bzw. Industriestaubsauger oder Kombi-Geräte mit Prüfzeichen H 2 oder H 3 (DGUV Test)

4. Messung der Absaugung vor der ersten Inbetriebnahme, tägliche Prüfung der Absaugung auf augenscheinliche Mängel und monatliche Funktionskontrolle der Filteranlage, Erfassungselemente, Förderleitungen und der Abreinigungs- und Austragseinrichtung.

Die BGI 739 enthält für die erforderliche Dokumentation der Prüfung ein Beispiel einer Prüfliste.

Geprüfte Filteranlagen, Entstauber und Industriestaubsauger

Zum Absaugen von Holzstaub und -spänen werden an Filteranlagen, Entstauber und Industriestaubsauger hinsichtlich des Brand- und Explosionsschutzes und des Reststaubgehaltes in der Reinluft besondere Anforderungen an die Beschaffenheit solcher Absaugeinrichtungen gestellt.
Um sicher zu sein, dass diese den entsprechenden Richtlinien genügen, empfehlen wir den Kauf einer von einer anerkannten Prüfstelle zertifizierten Absaugeinrichtung. DGUV Test informiert regelmäßig über die von der Prüfstelle des Fachbereiches Holz und Metall geprüften Absaugeinrichtungen.

Reinigung

Maschinen, Werkzeuge und Arbeitsbereiche, die mit Holzstaub verunreinigt sind, müssen regelmäßig gereinigt werden. Denn: Staubablagerungen dürfen gar nicht erst entstehen, da im Falle der Aufwirbelung mit dem Entstehen explosionsfähiger Staub-Luft-Gemische gerechnet werden muss. Es ist zu beachten, dass Abblasen und trockenes Kehren nicht zulässig ist.
Es müssen staubgeminderte Aufsaugverfahren angewandt werden. Geeignet sind hierbei geprüfte Industriestaubsauger der Staubklasse M (oder H) nach EN 60335-2-69. Ebenfalls geeignet sind Industriestaubsauger oder Kombi-Geräte mit Prüfzeichen H2 bzw. H3 (DGUV Test).

Info

Zum Thema "Gefahrstoffinformationen zum Holzstaub" möchten wir Sie auf unsere Seite "Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe" hinweisen.

Weiterführende Informationen und Downloads

Gesetze, Verordnungen und Technische Regeln

BG-Veröffentlichungen

Hinweis

Weitere Fachinformationen, aber auch alle Praxishilfen, Gesetze, Verordnungen, Betriebsanweisungen, Seminare, Filme oder Internet-Links zum Thema "Holz" finden Sie in der Dokumenten-Bibliothek "Holzbearbeitung".

Weitere Fragen

Hotline: 0800 9990080-2 (kostenfreie Nummer) oder E-Mail